Autobauer will 2019 Trendwende : Umsatz und Gewinn von Audi sinken

Bereits Mitte März hatte Audi härtere Sparmaßnahmen angekündigt. Die Quartalszahlen zeigen, dass das Geschäftsjahr wie erwartet schwierig wird.

Das Logo des Autoherstellers Audi steht auf einer Felge.
Das Logo des Autoherstellers Audi steht auf einer Felge.Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Das "schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld" und "Folgeeffekte" der Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgaszyklus WLTP haben Audi im ersten Quartal stark zugesetzt. Der Umsatz des Autobauers ging in den ersten drei Monaten im Vorjahresvergleich um fast zehn Prozent auf 13,8 Milliarden Euro zurück, der Gewinn vor Steuern sank um rund 16 Prozent auf knapp 1,2 Milliarden Euro, wie Audi am Freitag mitteilte.

Das erste Quartal sei "weiterhin von Belastungen geprägt" gewesen, erklärte Audi. Der Konzern sei "wie erwartet in ein sehr anspruchsvolles Geschäftsjahr gestartet". 2019 müsse die Trendwende gelingen, erklärte Finanzvorstand Alexander Seitz in Ingolstadt. "Auch der Start in das neue Jahr hat gezeigt, dass wir derzeit von unseren eigenen Ansprüchen deutlich entfernt sind. Wir müssen zügig erhebliche Fortschritte bei unseren Kostenstrukturen erreichen."

Audi-Chef Bram Schot hatte im März ein hartes Sparprogramm angekündigt. Dazu gehört auch die Einstellung der Nachtschicht im Stammwerk Ingolstadt ab Mitte Mai, eine neue Arbeitsaufteilung zwischen den Werken und der Abbau mehrerer tausend Arbeitsplätze. Seitz sagte: "Um Premium-Produkte zu entwickeln, brauchen wir eine Premium-Rendite. Daher werden wir mit unserem Audi Transformationsplan einen Gang höher schalten."

Audi verkaufte im ersten Quartal rund 447.000 Autos. Der Absatz in China stieg um 3,3 Prozent, der in Europa sank um 5,5 Prozent. Vor allem hier habe sich die WLTP-Umstellung ausgewirkt. Mittlerweile habe Audi aber "nahezu" alle Motor-Getriebe-Varianten wieder im Angebot, erklärte das Unternehmen. (AFP, dpa)

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