Wirtschaft : Banken verteidigen Personalabbau

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Berlin – Der Bundesverband deutscher Banken (BdB) hat den Personalabbau bei privaten Kreditinstituten verteidigt und sich damit gegen Vorwürfe der Gewerkschaft Verdi gewehrt. „Es gibt einfach Arbeiten, die entfallen sind, weil die Technik weiter ist“, sagte Verbandspräsident und Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller am Donnerstag in Berlin. „Dass auf die E-Lok kein Heizer mehr muss, hat man ja auch akzeptiert.“

Verdi-Vorstand Uwe Foullong hatte Banken und Versicherungen am Mittwoch „unsoziale“ und „zum Teil brutale“ Personalpolitik vorgeworfen, die zum Wegfall von Arbeitsplätzen führe. Der Druck auf die Mitarbeiter belaste zudem deren Gesundheitszustand.

Solche Beiträge seien „nicht sachdienlich“ und entsprächen auch nicht den Fakten, sagte Müller. Die Finanzbranche habe traditionell eine geringere Krankheitsquote als andere Branchen. „Die absolute Mehrzahl unserer Mitarbeiter fühlt sich sehr wohl bei uns.“

Müller forderte von der Politik, den wirtschaftlichen Aufschwung für weitere Reformen zu nutzen. Unter anderem plädierte er für die Abschaffung der Mitbestimmung für Konzernverwaltungen, so- genannte Holdinggesellschaften. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass deutsche Unternehmen nach einer Fusion mit ausländischen Firmen den Konzernsitz aus Deutschland hinausverlagerten. stek

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