Black Friday oder Last Minute? : Wann welche Weihnachtsgeschenke am günstigsten sind

Im Weihnachtsgeschäft werden alle Artikel zu unterschiedlichsten Zeiten reduziert. Eine Studie zeigt, dass sich das Warten bei einem Produkt besonders lohnt.

Louisa Schmökel
Passanten mit Weihnachtseinkäufen gehen am 14.12.2013 durch ein Einkaufszentrum auf der Königstraße in Stuttgart (Baden-Württemberg).
Passanten mit Weihnachtseinkäufen gehen am 14.12.2013 durch ein Einkaufszentrum auf der Königstraße in Stuttgart...Foto: dpa

Auf den letzten Drücker – so erledigen viele ihre Weihnachtseinkäufe. Die Tage kurz vor Weihnachten sind besonders umsatzstark, weiß der Handelsverband HDE. Auch dieses Jahr sind die Bundesbürger an Weihnachten in Spendierlaune: Jeder Deutsche gibt laut einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung EY im Schnitt 281 Euro für Weihnachtsgeschenke aus.

Doch will man das beste Schnäppchen machen, sollte man nicht bis kurz vor Heiligabend warten. Günstige Angebote gibt es häufig schon weit davor. Dazu trägt auch der Black Friday am kommenden Freitag bei, an dem es besonders viele rabattierte Angebote gibt. „Viele Verbraucher versuchen, beim Black Friday ein besonders günstiges Weihnachtsschnäppchen zu machen“, erklärt ein Sprecher des HDE.

Lohnenswerte Deals kurz vor Heiligabend

Zwar wird im Weihnachtsgeschäft nach wie vor am meisten Umsatz im stationären Handel gemacht – laut der EY-Studie erledigen 57 Prozent ihren Weihnachtsbummel bevorzugt offline – , doch nicht nur am Black Friday wird der Onlinehandel für Schnäppchenjäger immer wichtiger. Und hier warten in diesem Jahr auf Sparfüchse die besten Angebote kurz vor Weihnachten. Zu diesem Ergebnis kommt nun eine Studie des Vergleichsportals guenstiger.de. Für Fernseher und Fitnesstracker beispielsweise gibt es besonders in den Tagen vor Heiligabend lohnenswerte Deals. Das zeigen aktuelle Preistrends sowie Preiskurven aus dem Vorjahr.

Das meiste Geld können Verbraucher mit dem richtigen Timing beim Kauf eines Fernsehers sparen. Im Vergleich zum August sind TV-Geräte aktuell im Schnitt acht Prozent günstiger – und die Preise sollen weiter fallen. Im vergangenen Jahr sind die Fernseher bis Heiligabend um weitere vier Prozent günstiger geworden. Nerven behalten lohnt sich auch beim Kauf von Konsolen und Smartphones. Auch hier zeigt ein Blick ins vergangene Jahr, dass die Preise im Schnitt um zehn Prozent von Herbst bis Weihnachten fielen.

Bei Parfüm früh zuschlagen

Bei anderen Produkten könnte es sich dagegen lohnen, schon jetzt zuzugreifen. Nach Angaben des Vergleichsportals sollte man etwa Herren- und Damendüfte möglichst frühzeitig kaufen. Im vergangenen Jahr sind die Preise für Parfüm bis Heiligabend um fünf Prozent angestiegen. Der aktuelle Preistrend stützt diese Prognose. Parfüm wird allmählich teurer. Also besser jetzt schon kaufen. Dasselbe gilt für Smartwatches, die im Onlinehandel derzeit im Schnitt fünf Prozent günstiger sind als vor drei Monaten, Kopfhörer (vier Prozent) sowie für Spielwaren und Notebooks.

Sicherheitslücken beim Online-Shopping

Wer seine Geschenke online kauft, sollte jedoch aufpassen. Unseriöse Angebote und Sicherheitslücken können beim virtuellen Einkaufsbummel für unangenehme Überraschungen sorgen. Der Bundesverband deutscher Banken rät Verbrauchern auch dieses Jahr, beim Online-Shopping bestimmte Regeln zu beachten. So sollen Kunden unter keinen Umständen ihre Kreditkarten-PIN an Dritte weitergeben. Diese ist nur für den Gebrauch am Geldautomaten und an der (analogen) Ladenkasse gedacht.

Beim Bezahlen genügt es online, die dreistellige Prüfnummer auf der Rückseite der Kreditkarte anzugeben. Künftig werden Verbraucher beim Zahlen nach einer TAN gefragt. Diese wird dann auf dem eigenen Smartphone oder auf einem speziellen TAN-Generator erzeugt. Auf Nummer sicher gehen Verbraucher, indem sie regelmäßig ihre Kreditkartenabrechnungen prüfen und sich bei Ungereimtheiten umgehend an ihre Bank wenden.

Kundenbewertungen und Gütesiegel schützen vor Betrug

Den Datenschutz sollten Verbraucher auch beim Online-Shopping auf keinen Fall vernachlässigen. Persönliche Daten und Kreditkartennummern sollten nur dann auf einer Webseite eingegeben werden, wenn diese über eine SSL-Verschlüsselung verfügt. Um sich vor unseriösen Anbietern zu schützen, sollten Sie einen Blick in die Kundenbewertungen, die Geschäftsbedingungen und ins Impressum werfen, auch Gütesiegel helfen weiter. Und wer doch nicht auf den Weihnachtsbummel verzichten will, der kann das auch an zwei Sonntagen im Dezember tun. Am 8. und 12. Dezember haben die Läden in Berlin geöffnet.

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