Wirtschaft : Deutsche Bank legt in Berlin kräftig zu

Stefan Kaiser

Berlin - Die Deutsche Bank hat 2006 auch in Berlin ein Rekordjahr hingelegt. „2006 war im Privatkundengeschäft das erfolgreichste Jahr, das wir je in Berlin hatten“, sagte Martin Karehnke, Vorsitzender der Geschäftsleitung für den Bereich Privat- und Geschäftskunden, am Freitag in Berlin. Das Geschäftsvolumen sei um 8,6 Prozent auf 10,3 Milliarden Euro gestiegen. Auch die Zahl der Kunden habe zugelegt: um rund 40 000 auf insgesamt 596 000. „Insgesamt ist die Region Berlin innerhalb unseres Geschäftsbereiches in Deutschland führend“, sagte Karehnke.

Zum Bereich Privat- und Geschäftskunden zählt die Deutsche Bank auch kleinere mittelständische Unternehmen und Freiberufler. In den 51 Berliner Filialen waren Ende 2006 rund 1000 Mitarbeiter beschäftigt (inklusive Auszubildende) – 52 mehr als im Jahr zuvor. 2007 sollen noch einmal so viele dazu kommen. „Wir suchen Mitarbeiter“, sagte Karehnke, „vor allem im Vertrieb.“

Insgesamt hätten die Berliner acht Milliarden Euro bei der Deutschen Bank angelegt – 650 Millionen Euro mehr als ein Jahr zuvor. Auch das Volumen der vergebenen Kredite sei um knapp sieben Prozent auf 2,2 Milliarden Euro gewachsen. Das Wachstum werde vor allem durch Baufinanzierung und Konsumentenkredite getrieben.

Auch die beiden anderen Bereiche der Bank in Berlin, das Firmenkundengeschäft und die Vermögensverwaltung (Private Wealth Management) hätten sich im vergangenen Jahr positiv entwickelt, teilte die Bank mit, ohne konkrete Zahlen zu nennen. Bei den Firmenkunden sei die Region Nordost, zu der ganz Ostdeutschland zählt, die am stärksten wachsende in ganz Deutschland, sagte Firmenkundenchef Harald Eisenach.

Das Vermögensmanagement der Bank verwalte deutschlandweit 47 Milliarden Euro, fast fünf Prozent davon in der Region Berlin, sagte Marc-Aurel von Dewitz, der den Bereich leitet. „Es kommen zunehmend vermögende Menschen nach Berlin.“ Deshalb nehme auch die Zahl der Stiftungen deutlich zu.

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