Wirtschaft : Ex-Minister soll VDA-Chef werden

-

Hamburg - Der ehemalige Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann (CDU) soll neuer Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA) werden, wie die Nachrichtenagentur dpa am Freitag mitteilte. Wissmanns Vorgänger Bernd Gottschalk hatte vor etwa zwei Wochen seinen Rücktritt angekündigt. Als Auslöser gilt Druck aus den eigenen Reihen, die ihm zu zögerliches Verhalten und Fehler in der Klima-Diskussion vorgeworfen haben sollen.

Am Montag sollen sich der VDA-Vorstand und das Präsidium in Berlin zu einer Sondersitzung treffen, um den neuen Präsidenten offiziell zu wählen. Der Verband wollte den Termin für die Sondersitzung am Freitag jedoch nicht bestätigen. „Kein Kommentar, das ist Sache des Präsidiums“, sagte ein Sprecher. Auch zu möglichen Kandidaten wollte der Verband sich nicht äußern.

Die Suche nach einem neuen Verbandspräsidenten hatte sich schwierig gestaltet, weil andere Automanager wie der ehemalige BMW-Chef Helmut Panke und der frühere VW-Konzernchef Bernd Pischetsrieder bereits abgewunken hatten. Aus VDA-Kreisen verlautete am Freitag zunächst, auch der frühere Mercedes-Chef Jürgen Hubbert könnte am Montag zum VDA- Präsident gewählt werden. dpa

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!