Flottenausbau der Bosch-Tochter : Hunderte neue E-Roller für Berlin

500 zusätzliche E-Roller will der Sharing-Dienst Coup zum Saisonstart auf die Straße bringen. Auch der Wettbewerber plant, seine Flotte aufzustocken.

Jana Kugoth
Mit dem Frühling startet die E-Roller-Saison. Coup bringt ab Montag 1500 Fahrzeuge auf Berlins Straßen.
Mit dem Frühling startet die E-Roller-Saison. Coup bringt ab Montag 1500 Fahrzeuge auf Berlins Straßen.Foto: picture alliance / Lino Mirgeler

Es wird noch voller in Berlin. Rund 2700 neue Carsharing-Autos sollen im Frühjahr im Verkehr rollen. Und auch die Verleiher von elektrischen Rollern rüsten auf. Nach zweieinhalb Monaten Winterpause will Coup am Montag mit insgesamt 1500 Fahrzeugen in die Saison starten, sagte CEO Bernd Schmaul am Donnerstag in Berlin. Damit wächst die Flotte im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent.  

Neben dem Flottenausbau kündigt die Bosch-Tochter ein neues Preismodell an. Ab April wird die Fahrt auf den grün-schwarzen E-Rollern minutengenau abgerechnet. Eine Minute kostet dann 0,21 Cent, die Mindestmietdauer beträgt zehn Minuten. Das Kundenfeedback habe gezeigt, dass sich die Nutzer kürzere Mietzeiten wünschen, erklärte CEO Schmaul die Umstellung. Tatsächlich sinken die Kosten für diejenigen, die für kurze Zeit einen Roller leihen. Wer länger als 14 Minuten fährt, legt jedoch im Vergleich zu vergangenen Saison drauf. Die Flatrates von 20 Euro für die Tagesmiete von 7 bis 19 Uhr und 10 Euro für die Nachtpauschale von 19 bis 7 Uhr bleiben. Das Mindestmietalter sinkt von 21 auf 18 Jahre.

Coup ist 2016 in Berlin gestartet, kurz nach dem Start-up Emmy, das seine Flotte in diesem Frühjahr ebenfalls um 150 auf dann insgesamt 800 rote E-Schwalben erweitern will. Der Wettbewerber plant, seine Fahrzeuge auch in andere Städte zu bringen, wie Emmy-Gründer Valerian Seither dem Branchenportal NGIN Mobility sagte. Coup dagegen will sein Wachstum zunächst auf seine Standorte Berlin, Paris und Madrid beschränken und die Bedienfreundlichkeit seiner App verbessern, heißt es.

Neben neuen Carsharing-Autos und elektrischen Mopeds drängen eine ganze Reihe weiterer Start-ups und Unternehmen mit ihren Sharing-Diensten nach Berlin. So stehen mehrere Anbieter für elektrische Tretroller in den Startlöchern. Sobald die geplante Zulassung der E-Flitzer durch ist, dürften sie ihre Fahrzeuge in Berlin verteilen.    

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In einer früheren Version des Artikels hatte es geheißen, dass der Preis erst ab 30 Minuten im Vergleich zur vergangenen Saison steigt. Tatsächlich steigt er ab der 15. Minute.

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