Georg Fahrenschon : Früherer Sparkassenpräsident wird Steuerberater

Georg Fahrenschon hat einen neuen Job in einer Steuerberatungsgesellschaft. Sein Amt als Sparkassenpräsident musste er zuvor wegen Steuerhinterziehung räumen.

Georg Fahrenschon.
Georg Fahrenschon.Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der ehemalige Sparkassenpräsident und bayerische Finanzminister Georg Fahrenschon arbeitet jetzt als Manager für eine internationale Steuerberatungsgesellschaft. Der 50-Jährige sei zum Jahreswechsel als Direktor und Generalbevollmächtigter zur WTS Group in München gekommen, teilte das Unternehmen mit. Er werde sich vor allem um den industriellen Mittelstand und Familienunternehmen kümmern.

Wegen Steuerhinterziehung war Fahrenschon vor gut einem Jahr als Sparkassenpräsident zurückgetreten und hatte anschließend einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ohne Prozess akzeptiert. Er habe seine Steuererklärungen für die Jahre 2012 bis 2014 verspätet abgegeben, hatte er zugegeben.

WTS-Chef Fritz Esterer sagte dem „Handelsblatt“ (Mittwoch), der Fall sei abgeschlossen: „Herr Fahrenschon hat Fehler eingestanden und ist gut mit dem Verfahren umgegangen.“ Er genieße „nach wie vor einen exzellenten Ruf und hat ein großes Netzwerk an Entscheidern, von dem wir profitieren werden“.

Fahrenschon war CSU-Bundestagsabgeordneter, von 2008 bis 2011 bayerischer Finanzminister und von 2012 bis Ende 2017 deutscher Sparkassenpräsident. Die Steuerberatungsgesellschaft WTS Group beschäftigt rund 850 Mitarbeiter und hat im vergangenen Geschäftsjahr 132 Millionen Euro umgesetzt. (dpa)

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