Immobilien : 600 Millionen für modernere Wohnungen Genossenschaften in Berlin ziehen Bilanz

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Die Energiepreise explodieren seit Jahren – trotzdem zahlen die Mieter der 85 000 Berliner Genossenschaftswohnungen heute geringere Heizkosten als vor 16 Jahren. 1991 habe der Quadratmeter pro Monat 90 Cent gekostet, Ende 2006 seien es etwa 80 Cent gewesen, sagte Frank Schrecker, Sprecher der Wohnungsbaugenossenschaften Berlin, auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes. Zu verdanken sei dies Investitionen von weit über 600 Millionen Euro für Wärmedämmungen, Fenstersanierungen und Heizungserneuerungen in den vergangenen 15 Jahren. 2006 gaben die 22 im Verband organisierten Genossenschaften mit 130 000 Mitgliedern insgesamt 136 Millionen Euro für Modernisierungsmaßnahmen aus. „Damit haben wir jede Woche 2,6 Millionen Euro in die Stadt Berlin gesteckt.“

Das Investitionsniveau bleibe auch künftig hoch. Bis 2011 wollen die Genossenschaften mehr als eine halbe Milliarde Euro in Bestand und Neubau stecken. Im Fokus soll dabei neben der energetischen Sanierung vor allem das Thema „modernes Wohnen“ stehen. Barrierefreie Wohnungen, Multimedia-Aufrüstungen und Mehrgenerationenhäuser nannte Schrecker als Beispiele. Zudem wollen die Genossenschaften, deren Mieter im Schnitt 55 Jahre alt sind, ihr Augenmerk verstärkt auch auf junge Menschen und Familien richten. Mit einer Durchschnittsmiete von 4,40 Euro pro Quadratmeter sei genossenschaftliches Wohnen in Berlin durchaus noch bezahlbar. Zum Vergleich: In München zahlen Genossenschaftsmitglieder im Schnitt elf, in Potsdam sieben Euro. moc