Bauprojekt in Teheran : Berliner Architekten planen neue Zentrale für Irans Gasversorger

Der gemeinsame Entwurf der Büros Eike Becker und Hadi Teherani hat sich durchgesetzt. Die National Iranian Gas Company bekommt in Teheran ein neues Hauptquartier .

Magdalena Thiele
Leuchtturm des Gasversorgers in Teheran. Büroturm wird stolze 200 Meter hoch.
Leuchtturm des Gasversorgers in Teheran. Büroturm wird stolze 200 Meter hoch.Grafik: Eike Becker_Architekten

Das Berliner Büro Eike Becker_Architekten hat gemeinsam mit Hadi Teherani Architects (Hamburg) den Wettbewerb um die Planung des neuen Hauptsitzes der National Iranian Gas Company gewonnen. Die beiden Büros setzten sich mit ihrem gemeinsamen Entwurf gegen sieben Mitbewerber durch. Der Architekturwettbewerb war der erste seiner Art, der seit der islamischen Revolution im Iran nach internationalen Standards durchgeführt wurde. Überzeugt habe die Jury „der holistische Ansatz, der sich intensiv mit zentralen Prinzipien der iranischen Architekturgeschichte auseinandersetzt und diese in die Moderne führt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Architekten.

Auf dem 380 000 Quadratmeter großen Gelände am nordöstlichen Stadtrand Teherans wird ein 200 Meter hoher 40-Geschosser entstehen. Ferner sind sechs elfgeschossige Bürohäuser, ein Kongress- und ein Wissenschaftszentrum, ein Museum, eine Moschee sowie Läden und Restaurants geplant. Sie sollen innerhalb eines zwei- bis dreigeschossigen Sockels und zwei rechteckigen Plätzen eine harmonische Gesamtkomposition bilden. Eingebettet wird der Turm in ein neues Quartier rund um den historischen Sultanat-Abad-Garten.