Immobilien : Ein paar Werkzeuge benötigt jeder Haushalt

Qualität ist schwer von „Schrott“ zu unterscheiden

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Zumindest ein paar Werkzeugteile braucht jeder Haushalt. Sonst werden selbst kleine Arbeiten wie das Festziehen einer lockeren Schraube oder das Aufhängen eines Bildes zum Problem.

„Als Grundausstattung benötigt jeder Haushalt Schraubenzieher, Zangen, Schraubenschlüssel und Hammer“, sagt Robert Engelhardt von der Deutschen Heimwerker-Akademie. Auch ein Cutter, mit dem sich fast alles schneiden lässt, und ein Zollstock oder Maßband sind sinnvoll. An Schraubendrehern, umgangssprachlich meist Schraubenzieher genannt, genügen für den Hausgebrauch in der Regel Schraubendreher mit Flachschlitzklinge in drei Größen. Außerdem, so die Stiftung Warentest, sind je zwei Kreuzschlitzschraubendreher empfehlenswert.

Billigprodukte bieten besonders bei Hämmern Gefahren. So kann sich zum Beispiel bei der Arbeit der Kopf vom Stiel lösen. Ein guter Hammer ist daran zu erkennen, dass der Stiel im Auge des Hammerkopfes mit einer sichtbaren Keilhülse gesichert ist, erklären die Warentester in Berlin.

Als Grundausstattung sollte jeder Haushalt auch über mehrere Zangen verfügen, sagt Heimwerkerexperte Engelhard. Besonders zu empfehlen sind hier Kombizangen, mit denen Werkstücke und kleine Schraubköpfe gehalten und gegriffen werden können. Außerdem schneidet die Kombizange weichen Draht und ist mit isolierten Griffen für Elektroarbeiten geeignet.

Auch Schraubenschlüssel gehören in den Handwerkskasten. Sie dienen zum Lösen und Festdrehen von Maschinenschrauben. Bei einem schmalen Geldbeutel ist es manchmal besser, nur die Schlüssel zu kaufen, die gerade benötigt werden. Denn mit schlechten Schlüsseln, wie man sie oft in billigen Schlüsselsätzen findet, sind fest sitzende Schrauben schneller ruiniert als gelöst, warnt die Stiftung Warentest.

Ein Manko beim Werkzeugkauf besteht darin, dass Qualitätshandwerkzeug optisch nur schwer von „Schrott“ zu unterscheiden ist. Schnäppchen-Schraubenzieher oder Schraubenschlüssel aus Schütten vor Baumarktkassen sehen manchmal rein äußerlich sogar ansehnlicher aus als Markenware. Wichtige Hinweise liefern jedoch die Materialangaben. Entscheidend für die Qualität von Schraubenschlüsseln, -drehern oder Zangen sei die Härte des verwendeten Metalls beziehungsweise die Legierung. Metallteile mechanischer Werkzeuge sollten aus gehärtetem Stahl bestehen. Der Aufdruck „Chrom-Vanadium“ bezeichnet dabei einen häufig verwendeten, gehärteten Stahl und sei ein verlässliches Merkmal für eine bessere Qualität.

Auch ein Akkubohrschrauber, der als Schraubenzieherersatz dient, kann gut für kleinere Reparaturen eingesetzt werden. Denn neben Bohrern kann dieser auch mit Schrauber-Bits, die es im Set in verschiedenen Ausführungen zu kaufen gibt, bestückt werden, sagt Engelhardt. Menschen, die häufiger bohren, sollten aber besser eine Bohrmaschine kaufen. Für Arbeiten in Beton sei ein Bohrhammer notwendig.

Auch bei Elektrowerkzeugen gilt es auf Qualität zu achten, rät die Stiftung Warentest. Denn billige Modelle hielten in der Regel nicht lange und ließen zudem oft an Leistung zu wünschen übrig. Für einfache Arbeiten genügen Einsteigermodelle der großen Marken. Diese seien ab etwa 50 Euro erhältlich. Wer Langlebigkeit erwarte oder mehr Leistung braucht, müsse zu hochwertigeren Modellen oder gar zu Profimaschinen greifen. dpa/Tsp