Translozierung als Endlösung?

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Investition durch Möbelhaus : Pankower Rundlokschuppen

Das einsturzgefährdete Dach der Kuppel ist inzwischen allerdings abgedeckt worden. Die einst geschützte Drehscheibe ist nun wie die gesamte Stahlkonstruktion Wind und Wetter ausgesetzt, auch die Dachbereiche über den Abstellgleisen sind erheblich demoliert. „Zu den weiteren Plänen können wir momentan noch keine Aussage treffen“, teilte die Bahn auf Anfrage mit.

Wolff hat eine Idee: Behutsam abtragen und woanders wieder aufbauen – etwa in Wittenberge, wo ebenfalls noch Reste eines solchen Rundschuppens vorhanden sind und ein Schaudepot mit Bahnbetriebswerk, Stellwerk, Lokschuppen und Pförtnerhaus entstehen soll. Damit ginge zwar der Bezug zum Ursprungsort verloren, der Bau selbst aber bliebe erhalten, sagte Wolff. Und Vorbilder gibt es schließlich genug – von der aus Berlin nach Babelsberg verpflanzten einstigen Gerichtslaube über den Pergamonaltar bis zum Kaisersaal des einstigen Hotels Esplanade am Potsdamer Platz. Ganz zu schweigen von dem Felsentempel Abu Simbel in Ägypten. Solche „Translozierungen“ sind allerdings in der Fachwelt umstritten. Und sie sind teuer. Der Rummelsburger Rundlokschuppen sei es jedoch wert, findet Wolff.

Und wer weiß, vielleicht findet auch noch die Bahn ein Konzept für den ursprünglichen Standort? Dass sie umdenken kann, hat sie am Ostkreuz gezeigt. Auch dort wollte sie ein ehemaliges, inzwischen nutzlos gewordenes Beamtenwohnhaus abreißen lassen, nachdem es jahrelang verfallen war. Doch auch dort wurde der Antrag nicht genehmigt. Inzwischen lässt die Bahn das Gebäude sanieren, obwohl die konzerninterne Prüfung und Abstimmung über die weitere Nutzung noch nicht abgeschlossen sei, wie ein Sprecher sagte. Details zu konkreten Nutzungskonzepten könnten deshalb leider noch nicht genannt werden. Stehen blieb am Ostkreuz auch der Wasserturm, der einst für die Versorgung der Dampflokomotiven erforderlich war. Die Erhaltung sei aus Gründen des Denkmalschutzes unumgänglich gewesen, sagte der Bahnsprecher. Wie viel Geld die Bahn hier aufgebracht hat, ist nicht zu erfahren. „Eine genaue Summe können wir leider nicht nennen“, sagte der Sprecher.

Dagegen soll auf dem ehemaligen Rangierbahnhof Schöneweide die Abrissbirne kräftig schwingen. Alle ungenutzten Gebäude dort sollen abgerissen werden. Die Bahn will das rund 48 Hektar große Gebiet bis 2015 zu einem Gewerbestandort entwickeln und dafür auch die Nähe zum künftigen Flughafen Berlin Brandenburg in Schönefeld nutzen. Erhalten bleiben soll nur ein ehemaliges Übernachtungshaus, das unter Denkmalschutz steht. Die künftige Nutzungsart sei auch hier noch nicht abzusehen, sagte der Sprecher. Der dortige Rundlokschuppen stehe zusammen mit einem angrenzenden Gebäude ebenfalls unter Denkmalschutz und werde von einem Dampflokverein genutzt. Besser geht’s nun wirklich nicht.

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