Pankower Tor : Aufstellungsbeschluss für B-Plan gefasst

Seit zehn Jahren kann die Brache zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf nicht bebaut werden. Nun soll es wieder einmal losgehen.

Der Rundlokschuppen am S-Bahnhof Heinersdorf verfällt seit 1997. Seit 2009/10 gehört die Brache zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf dem Möbelunternehmer Kurt Krieger (Möbel Höffner). Das kreisrunde Gebäude mit 64 Meter Durchmesser steht wegen der so genannten Schwedlerkuppel in 38 Meter Höhe unter Denkmalschutz.
Der Rundlokschuppen am S-Bahnhof Heinersdorf verfällt seit 1997. Seit 2009/10 gehört die Brache zwischen den S-Bahnhöfen Pankow...Foto: Reinhart Bünger

Der Bezirk Pankow hat am 10. März den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan (B-Plan) vorgestellt, damit die Brache zwischen den S-Bahnhöfen Pankow und Heinersdorf mit Wohnungen bebaut werden kann. Das ehemalige Güterbahngelände hatte Investor Kurt Krieger (Möbel Höffner, Sconto etc.) 2009/10 erworben (der Tagesspiegel berichtete in der Ausgabe vom 7. März 2020).

In dem Aufstellungsbeschluss ist von ca. 200000 Quadratmetern Geschossfläche für Wohnzwecke die Rede, sagte Pankow Baustadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Grüne) auf Anfrage. Die Wohnungsbauflächen sollen im Rahmen des Berliner Modells zur kooperativen Baulandentwicklung entwickelt werden. Danach sind nach aktuellem Stand dreißig Prozent der Geschossfläche Wohnen als mietpreis- und belegungsgebundenen Wohnraum auf Grundlage der Wohnraumförderungsbestimmungen (WFB) 2019 zu planen

Ein klimaneutrales Quartier ist nicht geplant

Die Verkaufsflächen im Bereich der Einzelhandelskonzentration (Nähe S- und U-Bhf. Pankow) sollen ca. 12 500 Quadratmeter betragen. Als weitere Nutzungsbausteine sind Gastronomie, Büros, Dienstleistungen, eine Bibliothek, eine Galerie und Wohnungen vorgesehen. Der Fachmarktstandort für Möbel westlich der Prenzlauer Promenade soll mit ca. 45 000 Quadratmeter Verkaufsfläche entwickelt werden, so Kuhn. Der Anteil für zentrenrelevante Randsortimente soll maximal zehn Prozent betragen. Am Schulstandort auf dem östlichen Teil des Geländes will der Bezirk festhalten. Dazu gibt es einen entsprechenden Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung (BVV). Der Standort gilt jedoch als schwierig zu bebauen, weil hier drei Eisenbahndenkmale stehen und erhalten werden müssen.

Als klimaneutrales Quartier wird das neue Viertel nicht ausgewiesen. Kuhn verwies in diesem Zusammenhang auf einen im Aufstellungsbeschluss enthaltenen Verweis auf das noch zu erarbeitende Mobilitätskonzept Berlins, die Fortführung des Radwegs Panke-Trail und die geplante neue Tram-Linie.