Neue Eigentumswohnungen kosten im Schnitt 4000 Euro pro Quadratmeter

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Studie zum Immobilienmarkt in Berlin : Jetzt werden auch schwierige Grundstücke bebaut
Freie Sicht bis zum Fernsehturm. Immobilienentwickler sehen Marzahn als Standort für neue Wohnungsbauprojekte.
Freie Sicht bis zum Fernsehturm. Immobilienentwickler sehen Marzahn als Standort für neue Wohnungsbauprojekte.Foto: Paul Zinken/ dpa

Die Spitzenmiete erreicht laut Bulwiengesa in diesem Jahr 15,90 Euro pro Quadratmeter, während neu errichtete Eigentumswohnungen in der Spitze 7800 Euro und im Durchschnitt 4000 Euro pro Quadratmeter kosten. Der Spitzenpreis deckt dabei die obersten drei bis fünf Prozent des Marktes ab. Grundsätzlich werde die Nachfrage nach Wohnungen auch in Zukunft groß sein, sind die Experten überzeugt.

Allerdings, gibt André Adami zu bedenken, kämen nun viele Mietwohnungen im Preissegment von um die zehn Euro pro Quadratmeter auf den Markt, so dass die Vermietung in diesem Segment möglicherweise länger dauern werde.

Dass die städtischen Wohnungsbaugesellschaften wieder im Neubau aktiv sind, wirkt sich noch in einem zweiten Punkt aus: Die Wohnungen werden kleiner. Denn die Neubauwohnungen von Gesobau, Degewo und Co. sind im Durchschnitt 71 Quadratmeter groß und damit zwölf Quadratmeter kleiner als die von Privatunternehmen entwickelten Einheiten.

"Es sind Grundstücke in der Entwicklung, die man vor fünf Jahren nicht mit der Zange angefasst hätte."

Wie groß der Immobilienboom in der Hauptstadt ist, zeigt sich laut Adami auch daran, dass „heute Grundstücke in der Entwicklung sind, die man vor fünf Jahren nicht mit der Zange angefasst hätte“ – etwa, weil sie stark lärmbelastet sind. Weil der Bau von Wohnungen so lohnend sei, kämen Unternehmen, die Bürogebäude bauen wollten, beim Grundstückskauf meist nicht zum Zuge, bedauert der Bulwiengesa-Experte. „Dabei ist die Nachfrage so groß, dass man eigentlich viele neue Büros bauen sollte.“

In Wirklichkeit aber legte das Projektentwicklungsvolumen im Bürobereich in den letzten zwölf Monaten nur um 5,6 Prozent zu.

Eine Konkurrenz zu Bürogebäuden stellen aber auch Hotels dar. So errichtet Hochtief Projektentwicklung bis Ende 2016 am Petriplatz in Mitte ein Hotel, das ursprünglich als Bürogebäude geplant war. Der Grund dafür, dass immer neue Hotelbetreiber und -investoren den Weg an die Spree finden, liegt – wen wundert´s – im anhaltenden Touristenboom.

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