Immobilien : URTEILE

-

Balken ragte in dunklen Kellergang

hinein – der Eigentümer haftet

Die „Verkehrssicherungspflicht“ gilt auch für den Keller, urteilte das Landgericht Berlin (AZ 67 S 319/03).

Der Fall: Ein Mieter war schwer beladen, mit einem Eimer in jeder Hand, im Keller einer Wohnanlage unterwegs. Weil es dort etwas duster war und er bei Weitem nicht jede Ecke des Raumes einsehen konnte, orientierte er sich seitlich an der rechten Wand des Gangs. Dabei übersah er allerdings einen hineinragenden Holzbalken – und stolperte. Der Mann zog sich Verletzungen zu. Er verklagte den Eigentümer auf Schmerzensgeld. Der Betroffene verteidigte sich damit, dass der Mieter den Keller hätte gar nicht betreten sollen. Doch dort lag der Kohlekeller.

Das Urteil: Das Gericht sprach dem Unfallopfer 2 500 Euro Schmerzensgeld zu. Es sei Aufgabe des Eigentümers gewesen, für eine ausreichende Beleuchtung des Kellers zu sorgen, wenn schon ein gefährlicher Gegenstand in den Raum geragt habe. Dem Mieter sei wegen des Kohlelagers nichts anderes übrig geblieben, als regelmäßig den Keller aufzusuchen. lbs

0 Kommentare

Neuester Kommentar