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Kritik an VW-Chef : Handwerkspräsident: Umgang mit Dieselthema ist kundenfeindlich

VW-Chef Matthias Müller kann sich ein Ende der Diesel-Subventionen vorstellen. Das Handwerk fürchtet höhere Kosten und Fahrverbote in Großstädten.

Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Handwerk.
Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes Deutsches Handwerk.Foto: Sophia Kembowski/dpa

 

Hans Peter Wollseifer, Präsident des deutschen Handwerks, hat Äußerungen von VW-Chef Matthias Müller, mit denen der für ein Ende der Steuervergünstigung für Diesel plädiert hatte, als „kunden- und mittelstandsfeindlich“ kritisiert. „Uns wurden diese Fahrzeuge auch mit dem Argument verkauft, dass der Diesel weniger verbraucht und der Kraftstoff günstiger ist. Wenn Hunderttausende daraufhin ein entsprechendes Fahrzeug gekauft haben, und dann der größte Hersteller für die Abschaffung der Dieselsubvention plädiert, dann ist das erstaunlich kundenfeindlich“, sagte Wollseifer dem Tagesspiegel.

Um Fahrverbote zu vermeiden, seien Nachrüstungen erforderlich. „Mit Software-Updates ist es nicht getan, wir brauchen entsprechende Katalysatoren und den flächendeckenden Einsatz von Harnstofftechnik. „Das ist Aufgabe der Hersteller“, sagte Wollseifer.

Wenn es „ganz dicke kommt“ dürften künftig auch Handwerker bei bestimmten Wetterlagen nicht in bestimmte Städte fahren. „Dann können sie die Städte nicht mehr versorgen.“  Im Handwerk stehe man „für Fehler und Mängel gerade und bringt das in Ordnung. Nichts anderes erwarten wir von den Autoherstellern“, sagte Wollseifer dem Tagesspiegel.  

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