Wirtschaft : Letzte Station: England

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Insolvenzrechtsanwälte sehen die Entwicklung mit Sorge: Viele deutsche Firmen, die in der Krise stecken, gehen nach Großbritannien . „Sie hoffen dort auf eine zügigere Abwicklung des Insolvenzverfahrens“, sagte Horst Piepenburg, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Insolvenzrecht im Deutschen Anwaltverein.

Tatsächlich hat das englische Verfahrensrecht einige Vorteile: So haben die Unternehmen maßgeblichen Einfluss auf die Auswahl des Insolvenzverwalters . Außerdem sind die Verfahren gleich beim High Court , das dem deutschen Oberlandesgericht entspricht, angesiedelt.

In Deutschland werden Insolvenzen von den Amtsgerichten behandelt. Der Insolvenzverwalter wird vom Amtsrichter bestellt. Die Auswahl soll jedoch künftig nach transparenter werden. Eine Expertengruppe soll jetzt Maßstäbe erarbeiten. Piepenburg kritisierte auch, dass in Deutschland noch immer zu viele Firmen zerschlagen statt im Insolvenzverfahren saniert zu werden. hej

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