Musiktauschbörse : Streit über Napster beigelegt

Der Medienkonzern Bertelsmann und die britische Musikfirma Emi haben ihren jahrelangen Streit um Unterstützung für die Musiktauschbörse Napster mit einem Vergleich beendet.

Los Angeles/Gütersloh - Irgendwelche Haftungsansprüche ergäben sich aus der Einigung nicht, teilten die beiden Unternehmen mit. Ein Bertelsmann-Sprecher wollte keine Details nennen. Es sei Vertraulichkeit vereinbart worden. Die Höhe der Vergleichssumme wurde nicht bekannt.

"Wir freuen uns sehr über den Vergleich mit Emi", sagte Bertelsmann-Sprecher Andreas Grafemeyer. Emi und die zu Vivendi gehörende Universal Music hatten Bertelsmann 2003 vor einem US-Gericht verklagt. Sie warfen den Deutschen vor, die damals illegale Musiktauschbörse Napster mit einem Darlehen am Leben erhalten, Urheberrechtsverletzungen bei Napster begünstigt und so der Musikindustrie Schaden zugefügt zu haben. Im vergangenen Herbst hatte Bertelsmann sich bereits mit Universal Music geeinigt.

Bertelsmann hatte Napster in den Jahren 2000 und 2001 mit 80 Millionen Dollar unterstützt. Nach der Einigung im Herbst überwies Bertelsmann an Universal rund 48 Millionen Euro und beendete damit den Streit um die Finanzspritze für Napster. (tso/dpa)

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