Wirtschaft : Neuer Chef für die Postbank

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Berlin - An der Führungsspitze der Postbank gibt es einen Wechsel. Der bisherige Chef Wulf von Schimmelmann hat seinen Rücktritt eingereicht, wie die Tochter der Deutschen Post am Montagabend mitteilte. Seine Ämter bei der Postbank und der Deutschen Post werde er zum 30. Juni 2007 niederlegen. Sein Nachfolger nach Beschluss der Präsidien soll Wolfgang Klein werden. Der Manager war bisher Vorstand für Produktmarketing und Mobilen Vertrieb.

Schimmelmann hatte schon seit längerem klar gemacht, dass er aus privaten Gründen in diesem Jahr vorzeitig den Chefposten bei der Postbank räumen wollte. Eine entsprechende Klausel steht in dem Vertrag des 60-Jährigen. Doch die Frage der Nachfolge musste geklärt werden. Mit Klein, der noch von den Aufsichtsräten bestätigt werden muss, hat ein interner Bewerber das Rennen gemacht.

Schimmelmann hat die Postbank seit 1999 geführt. Mittlerweile ist sie nach eigenen Angaben mit 15 Millionen Kunden die größte Privatkundenbank in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurde die Bausparkasse BHW integriert. Außerdem übernahm die Postbank 850 Filialen des Mutterkonzerns. Die Zahl der Mitarbeiter unter dem Dach der Bank verdreifachte sich so. Schimmelmann verantwortete auch 2004 den Börsengang der Postbank. Das Debüt auf dem Parkett war zwar etwas holprig, der Emissionspreis musste gesenkt werden. Die Aktie gehört jedoch inzwischen – wie die der Mutter Deutsche Post – zum Deutschen Aktienindex und damit zu den 30 wichtigsten Inlandsaktien. Der Kurs hat sich mehr als verdoppelt.

Klein, Jahrgang 1964, ist gelernter Bankkaufmann und wie viele Führungskräfte ein ehemaliger Mitarbeiter der Düsseldorfer Unternehmensberatung McKinsey. Über mehrere Stationen bei der Dresdner Bank und dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband kam er 2001 als Vorstandsmitglied zur Postbank. hop

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