Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt noch.

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Update
Schlecker Insolvenz : Es ist doch noch was da
Ein Bild aus besseren Tagen: Lars und Meike Schlecker stehen im Mai 2011 in Ehingen (Baden-Württemberg) vor der Unternehmenszentrale der Schlecker-Drogeriemärkte. Am 23. Januar 2012 stellte der Vater Anton Schlecker beim Amtsgericht Ulm Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens.
Ein Bild aus besseren Tagen: Lars und Meike Schlecker stehen im Mai 2011 in Ehingen (Baden-Württemberg) vor der...

Herausgekommen ist in diesem Fall, dass die Familie Schlecker jetzt 10,1 Millionen Euro zurückzahlt. Das ist der Marktwert der Immobilien und teuren Geschenke sowie nicht zuletzt das viele Bargeld, das Anton Schlecker vor der Pleite an seine Frau Christa und seine Kinder Lars und Meike übertragen haben soll. Dazu gehören unter anderem das luxuriöse Anwesen in Ehingen bei Ulm, das allein auf zwei Millionen Euro geschätzt wird. Und ein Logistikzentrum im österreichischen Pöchlarn, das Anton Schlecker sechs Tage vor der Insolvenzanmeldung Ende Januar 2012 für 2,5 Millionen Euro an seine Kinder verkaufte. Wie viel Vermögen wirklich übrig ist, bleibt jedoch ein Geheimnis der Familie. Denn die Summe, auf die man sich jetzt einigte, ist nur ein Kompromiss.
Der wird die Gläubiger nicht glücklich machen: Sie hatten Forderungen von insgesamt 1,075 Milliarden Euro angemeldet. Und von den einst 25 000 Beschäftigten in Deutschland sucht knapp die Hälfte immer noch einen Job. Immerhin konnte Insolvenzverwalter Geiwitz jetzt die ersten zwei Regionallager der Kette verkaufen. Für zwölf weitere Logistikimmobilien in Deutschland sowie für die Konzernzentrale und das Schlecker Logistikzentrum in Ehingen sucht er noch Käufer.


Keine Auswirkungen hat der Kompromiss übrigens auf das Ermittlungsverfahren, das derzeit noch bei der Staatsanwaltschaft Stuttgart läuft. Sie ermittelt gegen Anton Schlecker und 13 weitere Beschuldigte wegen des Verdachts des Bankrotts, der Untreue und der Insolvenzverschleppung. (mit dpa)

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