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Schwedische Möbelkette : Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist tot

Er gründete Ikea im Alter von 17 Jahren und wurde mit handlich verpackten Möbeln zum Zusammenbauen einer der reichsten Männer der Welt. Nun ist Ingvar Kamprad im Alter von 91 Jahren gestorben.

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad (1926 - 2018)
Ikea-Gründer Ingvar Kamprad (1926 - 2018)Foto: Ikea

Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist tot. Er sei am Samstag nach kurzer Krankheit daheim in Smaland im Alter von 91 Jahren gestorben, teilte die schwedische Möbelkette am Sonntag mit.

Der 1926 geborene Kamprad hatte den Angaben zufolge Ikea im Alter von 17 Jahren gegründet. Der Konzern beschrieb Kamprad in einer Mitteilung als "großen Unternehmer von typisch südschwedischer Art - fleißig, hartnäckig, voller Wärme und stets mit einem Augenzwinkern." Kamprad hatte sich 1988 aus dem operativen Geschäft zurückgezogen, doch blieb der Ikea als Berater treu.

Beim Firmenamen Ikea stehen I und das K für Kamprads Initialen, E und A für die Bauernhöfe Elmtaryd und Agunnaryd, auf denen er aufgewachsen ist. Zunächst waren Stifte, Portemonnaies, Bilderrahmen, Tischläufer, Uhren, Schmuck und Nylonstrumpfhosen im Angebot der Firma, Möbel kamen 1947 dazu. Bis zur Eröffnung des ersten Einrichtungshauses dauerte noch einmal fast zehn Jahre. Im Visier hatte Kamprad von Anfang den kleinen Mann mit schmalem Geldbeutel. Er ist selbst unter einfachen Leuten aufgewachsen.

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Vater von Billy und Co: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad ist tot
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Seine Möbel, die in handliche Pakete verstaut werden können, eroberten die Wohnzimmer der Skandinavier und dann die der ganzen Welt. In über 40 Ländern kann man inzwischen Billy-Regale und den Wippstuhl Poäng kaufen.

Um Steuern zu sparen, wandelte Kamprad die Firma 1982 in eine Stiftung mit Sitz in den Niederlanden um. Der Konzern spaltet sich inzwischen in viele Firmen auf, die in Liechtenstein, Luxemburg, Schweden und den Niederlanden registriert sind.

Im Geschäftsjahr 2015/2016 (31. August) hatte Ikea weltweit 34,2 Milliarden Euro erlöst, davon 4,75 Milliarden Euro auf seinem größten Einzelmarkt Deutschland. Der globale Gewinn war von 3,5 auf 4,2 Milliarden Euro gestiegen. Aktuell betreibt Ikea 348 eigene Einrichtungshäuser und 45 Einkaufszentren. Zum Ende des Geschäftsjahres hatte der Konzern 163.600 Mitarbeiter. (Tsp, dpa)

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