Wirtschaft : Spanische Opposition steht Eon bei

-

Madrid - Der Eon-Konzern hat im Übernahmekampf um den Stromversorger Endesa Schützenhilfe von der spanischen Opposition erhalten. Die konservative Volkspartei (PP) reichte wegen des überraschenden Einstiegs des italienischen Versorgers Enel am Montag eine Beschwerde bei der Madrider Börsenaufsicht (CNMV) ein. Darin werden der spanischen Regierung und dem italienischen Unternehmen illegale Absprachen bei der Transaktion vorgeworfen. Die CNMV müsse eine Untersuchung einleiten, forderte die PP. Der Einstieg der Italiener bei Spaniens führendem Stromversorger erinnere an die Methoden der Mafia, kritisierte der PP-Abgeordnete Vicente Martínez Pujalte. Die „Paten“ seien Industrieminister Joan Clos und der Wirtschaftsberater von Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero, David Taguas, gewesen. Beide hatten sich vor dem Einstieg des italienischen Konzerns mit Enel-Chef Fulvio Conti getroffen.

Enel hat sich, wie berichtet, fast 25 Prozent an Endesa gesichert und gefährdet damit die geplante Übernahme durch Eon. Die spanische Regierung hat wiederholt zurückgewiesen, mit Enel Absprachen getroffen zu haben. Dass sich Eon, wie zuletzt spekuliert, nunmehr an Enel beteiligt, um Druck auf die Italiener auszuüben, galt auch am Montag als wenig wahrscheinlich. dpa/Tsp

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben