Sparprogramm bei Ceconomy : Media Markt und Saturn wollen Hunderte Stellen abbauen

Die Elektronikhändler kämpfen mit der Online-Konkurrenz. Vor allem Verwaltung und Marketingabteilung sind betroffen

Die beiden Elektronikketten gehören zum Handelskonzern Ceconomy.
Die beiden Elektronikketten gehören zum Handelskonzern Ceconomy.Foto: Weigel/dpa

Europas größte Elektronikhandelskette MediaMarktSaturn und der Mutterkonzern Ceconomy setzen den Rotstift an. Mit einem massiven Sparprogramm sollen ab 2020 die Sach- und Personalkosten jährlich um 110 bis 130 Millionen Euro gesenkt werden. Dafür soll eine „mittlere dreistellige Zahl von Stellen“ beim Elektronikriesen wegfallen, wie der Media-Saturn-Chef Ferran Reverter am Dienstag ankündigte. Der größte Teil des Stellenabbaus werde die Media-Saturn-Zentrale in Ingolstadt und die Marketingabteilung in München treffen, heißt es. „Viele Prozesse sind zu ineffizient“, beschrieb Ceconomy-Chef Jörn Werner die Probleme. Die Verwaltung sei eindeutig überdimensioniert. Filialschließungen seien im Zuge des Programmes aber nicht vorgesehen.

Elektromärkte kämpfen mit Online-Konkurrenz

Der Elektronikhändler Ceconomy mit seinen bekannten Töchtern Media Markt und Saturn steckt in der Krise. Der Handelsriese kämpft aufgrund der Online-Konkurrenz mit sinkenden Umsätzen und wegbrechenden Gewinnen. Der Aktienkurs ist seit der Trennung vom einstigen Mutterkonzern Metro im Sommer 2017 drastisch gefallen. Bis zum Jahresende will die Konzernführung die strategische Ausrichtung des Elektronikhändlers überarbeiten. (Reuters/dpa)

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