Spekulation über Stellenabbau : Deutsche Bank-Chef Sewing muss Klartext reden

Verluste und Einschnitte bei der Deutschen Bank werden zu Personalabbau führen. Vorstandschef Sewing muss der Belegschaft bei der Hauptversammlung am Donnerstag die Unsicherheit nehmen. Ein Kommentar.

Er hat das Mikro, er hat das Wort. Das muss Christian Sewing am Donnerstag nutzen.
Er hat das Mikro, er hat das Wort. Das muss Christian Sewing am Donnerstag nutzen.Foto: Susann Prautsch/AFP

Dass es schmerzhafte Einschnitte wird geben müssen, hat Christian Sewing schon kurz nach seinem Amtsantritt als Vorstandschef der Deutschen Bank durchblicken lassen. Auch wenn die Bank bereits bis Jahresende 9000 Stellen streicht. Ob jetzt weitere 10.000 Bankerinnen und Banker ihren Job aufgeben müssen, ist erst einmal Spekulation.

Abwegig ist sie keineswegs. Die Kosten der Bank sind nach wie vor viel zu hoch. Auch deshalb hat sie im vergangenen Jahr den dritten Verlust in Folge verbuchen müssen. Sewing hat bereits den Rückzug aus Teilen des Investmentbankings in den USA angekündigt. Auch in Europa, im Nahen Osten und in Afrika muss die Bank kleinere Brötchen backen. Diese Einschnitte sind zwangsläufig mit einem Abbau von Personal verbunden. Hierzulande wird die Privatkundensparte mit der Postbank zusammengeführt. Auch das muss zu Einsparungen führen, wohl auch beim Personal.

Die Spekulationen führen zu neuer Verunsicherung unter den rund 97.000 Beschäftigten. Sewing muss bei der Hauptversammlung am Donnerstag Klartext reden. Darauf warten nicht nur die Aktionäre, darauf warten vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des größten deutschen Geldhauses, das sein Tief noch längst nicht überwunden hat.

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