Sportwagenhersteller : Für Porsche lohnt sich Diesel nicht

Porsche plant derzeit kein Projekt mit Dieselmotoren. "Für Porsche mit seinen relativ kleine Produktionsstückzahlen lohnt es sich einfach nicht, einen Antrieb nur für eine Region anzubieten," betonte Entwicklungschef Wolfgang Dürheimer.

Stuttgart - Es dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass sich der Diesel bisher nur in Europa verkaufen lasse, sagte im Interview mit der "Wirtschaftswoche". Er schloss einen Diesel-Antrieb für Porsche-Fahrzeuge allerdings für die Zukunft nicht kategorisch aus: "Wir schauen im Rahmen der Wettbewerbsbeobachtung regelmäßig und mit sehr wachem Auge auf diese Technik", sagte er. "Unsere Kunden würden dann aber eine Porsche-typische Motorisierung mit einem leistungsstarken Diesel erwarten." Anbieten würde sich ein Dieselantrieb nach seinem Worten am ehesten in einem sportlichen Geländewagen wie dem Cayenne.

Bei allen Herstellern und in allen herstellerübergreifenden Gremien werde schon lange sehr intensiv daran gearbeitet, die Emissionen und Verbräuche der Autos zu reduzieren und die gesteckten Klimaschutzziele zu erreichen, betonte er. Allein Porsche habe in den vergangenen zehn Jahren einen dreistelligen Millionenbetrag investiert, um die Antriebstechnolgie zu verbessern.

Dürheimer wandte sich gegen die Forderung, Autohersteller durch die Festlegung von Grenzwerten dazu zu bringen, Fahrzeuge in anderen Segmenten anzubieten "Mit einem Kleinwagen wie dem Smart würden wir ein anderer Hersteller werden - weil wir dann gezwungen wären, hohe Stückzahlen davon zu bauen". (tso/dpa)

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