Starbucks im Supermarkt : Nestlé übernimmt Handelsgeschäft von Starbucks für 7 Milliarden Dollar

Starbucks im Supermarkt: Der Lebensmittelkonzern Nestlé verkauft künftig Produkte der US-Kaffeehauskette. Das Geschäft ist Milliarden wert.

Eine Reklametafel mit dem Logo der Kaffeehauskette Starbucks Coffee
Eine Reklametafel mit dem Logo der Kaffeehauskette Starbucks CoffeeFoto: dpa/Ralf Hirschberger

Der Lebensmittelriese Nestlé übernimmt von der US-Kaffeehauskette Starbucks deren Handelsgeschäft. Künftig kann der Schweizer Konzern Starbucks-Produkte wie Kaffeebohnen oder gemahlenen Kaffee in allen Supermärkten vertreiben, wie er am Montag mitteilte.

Für die weltweiten Vermarktungsrechte zahlt Nestlé 7,15 Milliarden US-Dollar (6 Milliarden Euro) in bar. Zudem übernimmt der Konzern rund 500 Mitarbeiter von Starbucks. Das Geschäft stehe für einen Jahresumsatz von zwei Milliarden Dollar. Nestlé wird zudem Lizenzgebühren an die Amerikaner zahlen.

Von der Kooperation ausgenommen sind die weltweit über 28.000 Starbucks-Kaffeehäuser, die weiter in der Regie des US-Unternehmens betrieben werden.

"Mit Starbucks, Nescafe und Nespresso führen wir drei herausragende Marken der Kaffeewelt zusammen", erklärte Nestlé-Chef Mark Schneider. Das Kaffeegeschäft sei die größte der schnell wachsenden Produktkategorien des Konzerns. Starbucks-Chef Kevin Johnson betonte: "Dieser Zusammenschluss im globalen Kaffeegeschäft wird durch die Reichweite und den Ruf von Nestlé das Starbucks-Erlebnis Millionen weiteren Menschen weltweit nahebringen."

Die Sparte soll den Angaben zufolge in Seattle beheimatet bleiben. Zwischen beiden Unternehmen ist eine enge Zusammenarbeit bei Produktentwicklung und Markteinführung geplant. Der Schweizer Konzern verspricht sich von dem Deal eine "starke Basis für weiteres Wachstum in Nordamerika" und auf anderen Märkten in aller Welt.

Die Transaktion soll laut Nestlé bis zum Jahresende abgeschlossen werden. Sie soll zudem ab kommendem Jahr positiv zum Gewinn je Aktie beitragen. Starbucks kündigte eine Beschleunigung seiner Aktienrückkäufe an. Demnach will die Firma bis Ende des Geschäftsjahres 2020 etwa 20 Milliarden Dollar in Form von Aktienrückkäufen und Dividendenzahlungen an die Aktionäre zurückgeben. Nestle erklärte, das eigene Aktienrückkaufprogramm laufe unverändert weiter. (Reuters, dpa)

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