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Start-up-Förderung : Bundesregierung will Drohnenpioniere vernetzen

Drohnen könnten oft statt Hubschraubern eingesetzt werden, sagt der Beauftragte für Digitalwirtschaft, Thomas Jarzombek. Etwa zum Transport von Medikamenten.

Drohnen werden wie hier in Bitburg auch eingesetzt, um vom Borkenkäfer befallene Bäume schneller zu erkennen. Der Staat will solche Beispiele fördern.
Drohnen werden wie hier in Bitburg auch eingesetzt, um vom Borkenkäfer befallene Bäume schneller zu erkennen. Der Staat will...Foto: Landesforsten Rheinland-Pfalz/dpa

Der Luftfahrt-Koordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek (CDU), strebt den Aufbau einer Plattform für die Drohnenökonomie an, die Kommunen und Anbieter von Drohnendiensten zusammenbringen soll. „Viele Lösungen sind für die öffentliche Hand sehr interessant.

„Zum Beispiel der Medikamententransport für Krankenhäuser, Statiktests bei Brücken oder Luftbilder für die Feuerwehr“, sagte Jarzombek im Interview mit dem Fachdienst „Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI“.

„Drohnen können oft statt Hubschraubern eingesetzt werden und dann auch Kosten sparen. Allerdings kennen die Verantwortlichen in den Kommunen mögliche Lösungen oft nicht oder können schwer einschätzen, welcher Anbieter das wirklich beherrscht. Für Start-ups ist es daher schwierig, den Markt zu erschließen“, sagte Jarzombek, der auch Beauftragter des Bundeswirtschaftsministerium für die Digitale Wirtschaft und Start-ups ist.

„Wir wollen eine Struktur aufbauen, um die Einkäufer und die Start-ups zusammen zu bringen. Die müssten dann nicht von Kommune zu Kommune laufen. Als nächstes sprechen wir mit den Verbänden, wie so eine Plattform aussehen kann“, so Jarzombek.

In der Folge könnte das auch auf andere Bereiche ausgeweitet werden, denn der neue Start-up-Beauftragte will generell dafür sorgen, dass die öffentliche Hand verstärkt Produkte und Services von jungen Unternehmen einkauft.

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