Streiks vorerst ausgeschlossen : Lufthansa und Ufo einigen sich auf Schlichtung

Bei der Lufthansa wird es vorerst keine Streiks der Flugbegleiter geben. Die Gewerkschaft Ufo und das Unternehmen einigten sich auf ein Schlichtungsverfahren.

Lufthansa-Maschine über dem Frankfurt Airport
Lufthansa-Maschine über dem Frankfurt AirportFoto: imago images/Rüdiger Wölk

Bei der Lufthansa wird es vorerst keine Streiks der Flugbegleitergewerkschaft Ufo geben. Die beiden Parteien einigten sich auf einen Fahrplan zur Lösung ihres Tarifkonflikts. Geplant sei ein mehrstufiges Vorgehen, wie beide Seiten am Freitag mitteilten.

"Der Prozess sieht die Trennung der tariflichen und der nicht tariflichen Themen in drei Verfahren vor: Mediation, Schlichtung und außergerichtliches Güteverfahren." Die rund 22.000 Kabinen-Beschäftigten bekommen unter anderem eine Sonderzahlung über 1500 Euro. Zudem gilt ab sofort und mindestens bis zum endgültigen Abschluss der Schlichtung eine Friedenspflicht bei Lufthansa. Beide Seiten wollen ihre Gespräche in den nächsten Tagen fortsetzen.

Ufo-Verhandlungsführer Daniel Flohr zeigte sich erfreut, dass es nun einen Rahmen gebe, den Konflikt "mit Hilfe Dritter zu klären und zu lernen, was wir in der Zukunft anders machen müssen, damit so ein Konflikt nicht mehr derart eskaliert".

Lufthansa-Personalchef Michael Niggemann bezeichnete es als wichtig, dass "wir mit dem Einstieg in eine große Schlichtung nun unmittelbar die eigentlichen Tarifthemen miteinander besprechen können." Gleichzeitig gebe es die Chance, auch die sonstigen bestehenden Konflikte "getrennt zu befrieden".

Der Streit dreht sich weniger um tarifliche Fragen als um das zerrüttete Verhältnis von Arbeitgeber und Gewerkschaft. Zuletzt waren nach Streiks mehrere Anläufe zu einer Schlichtung gescheitert.

Auch eine Mediation kam nicht zustande, weil die Lufthansa auf einen Streikverzicht während der Verhandlungen bestand. Das hatte Ufo verweigert. Seit Herbst hatte die Gewerkschaft drei kurze Streiks organisiert und damit die Lufthansa zur Streichung vieler Flüge gezwungen. (dpa)

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