Streit mit Lufthansa : Ufo bricht Streikvorbereitung ab

Die Lufthansa hat einen neuen Vorstoß zur Lösung des Tarifkonflikts vorgelegt. Nun stoppt die Gewerkschaft Ufo ihren geplanten Streik.

Ufo will nun doch nicht wieder streiken.
Ufo will nun doch nicht wieder streiken.Foto: Silas Stein/dpa

Bei der Lufthansa droht vorerst doch kein Streik der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Diese brach am Montag nach eigenen Angaben ihre Vorbereitungen für den Arbeitskampf ab, nachdem die Lufthansa einen neuen Vorstoß zur Lösung des Tarifkonflikts unternommen hatte.

Man habe mehrere Verhandlungstermine zu tariflichen Fragen für diese Woche angeboten, sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Montag in Frankfurt.

„Um diesem Versuch eine ernsthafte Chance zu geben, haben wir erst einmal bei allen Vorbereitungen zu Streiks auf Pause gedrückt und werden über die Inhalte des Vorschlags nicht öffentlich diskutieren“, erklärte UFO-Sprecher Nicoley Baublies. Es werde bilateral geklärt, ob und wie die von Lufthansa angebotenen Verhandlungstermine dazu genutzt würden.

In dem Konflikt hat Ufo seit Oktober bereits drei Streikwellen bei Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns veranstaltet. Rund 2000 Flüge fielen bislang aus.

Am Donnerstag war der insgesamt dritte Versuch gescheitert, in dem festgefahrenen Tarifkonflikt zwischen dem Konzern und den Flugbegleitern in eine Schlichtung mit zusätzlicher Mediation zu tariffremden Fragen einzusteigen.

Die Ufo hatte die von Lufthansa für das gesamte Verfahren verlangte Friedenspflicht nicht akzeptiert. Die Lufthansa wollte andererseits den Einstieg in die Schlichtung nicht von einer einvernehmlichen Lösung in der Mediation abhängig machen. (dpa/Reuters)

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