Tarifstreit mit Flugbegleitergewerkschaft : Lufthansa will Klage gegen Gewerkschaft Ufo zurückziehen

Im Tarifstreit mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo sendet die Lufthansa ein Signal zur Deeskalation. Ufo reagiert nüchtern.

Die Lufthansa kündigte am Freitag an, auf eine Klage gegen die Kabinengewerkschaft Ufo zu verzichten.
Die Lufthansa kündigte am Freitag an, auf eine Klage gegen die Kabinengewerkschaft Ufo zu verzichten.Foto: Andreas Arnold/dpa

Im Streit mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO verzichtet die Lufthansa auf eine Klage. „Wir wollen damit ein Signal der Deeskalation senden und Lösungsräume in einer schwierigen, festgefahrenen Situation eröffnen“, erklärte Konzern-Vorstand Detlef Kayser am Freitag. Die Airline werde am Montag ihre Klage zur Überprüfung des Gewerkschaftsstatus der UFO zurücknehmen.

Die Rücknahme der Klage war schon Teil einer bereits erreichten Verständigung, die aber in dieser Woche wieder vom Tisch genommen worden ist. Ufo hat mit unbefristeten Streiks zur Vorweihnachtszeit gedroht, nachdem zuvor das Unternehmen von der Schlichtungsvereinbarung zurückgetreten war.

UFO reagierte nüchtern auf den Lufthansa-Schritt und bekräftigte, dass man bis zum 28. November keine provokanten Veröffentlichungen machen wolle. „Nur diesem Umstand ist es zu verdanken, dass wir uns nicht weiter dazu äußern.“ Denn die Lufthansa habe nur eine Selbstverständlichkeit verkündet, die schon jüngst in einer gemeinsamen Pressekonferenz mitgeteilt worden sei.

In dem Konflikt hat es bereits einen Warnstreik bei vier Lufthansa-Töchtern sowie einen zweitägigen Streik bei der Kerngesellschaft Lufthansa gegeben. Hier waren vor gut zwei Wochen rund 1500 Flüge mit rund 200.000 betroffenen Passagieren ausgefallen. (dpa/rtr)

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