Tipps für Kopenhagen : Hier können Sie baden gehen

Im Hafen, mitten in der Stadt, ist das Wasser so sauber, dass Sie hineinspringen können. Und dann gibt auch noch das Meer.

Baden im Neubaugebiet Nordhavn: Die S-Bahn ist um die Ecke.
Baden im Neubaugebiet Nordhavn: Die S-Bahn ist um die Ecke.Foto: Heike Jahberg

Wenn es in Berlin warm wird, geht man ins Freibad oder badet in einem der Seen. Wer will, kann auch in der Spree schwimmen - auf dem Badeschiff an der Arena.

Ein Bad in der Spree selber ist dagegen keine gute Idee.

In Berlin kann man nicht im Fluss schwimmen, woanders schon

In anderen Städten Europas ist das anders. In Basel etwa schwimmen die Menschen nach Feierabend im Rhein.

In Kopenhagen hat man sogar die Wahl zwischen Strand, Hafenbad und Hafenbecken. Sich ins kühle Nass zu stürzen, ist in Dänemarks Hauptstadt kein Problem. Baden kann man an vielen Stellen, auch mitten in der Stadt - etwa im Hafenbecken hinter der Oper. Vor allem junge Leute treffen sich dort, um zu schwimmen und zu chillen. Das Wasser ist sauber, Leitern am Ufer helfen, wieder an Land zu kommen. Die Anreise lässt sich einfach mit der Fähre machen, die in Kopenhagen Hafenbus genannt wird. Die Schiffe halten an der Oper.

Charlottenlund: Erst zum Schloss, dann in die Ostsee.
Charlottenlund: Erst zum Schloss, dann in die Ostsee.Foto: Heike Jahberg

Kopenhagen-Besucher sind gut bedient, sich ein Tages- oder Mehrtagesticket für den öffentlichen Personenverkehr zu kaufen. Es gilt für Busse, Züge, Metro und die Hafenbusse. Ein 24-Stunden-Ticket für einen Erwachsenen kostet 130 Dänische Kronen, umgerechnet sind das gut 17 Euro.

Ein echter Hotspot für Badende ist im Sommer auch das Neubaugebiet um Nordhavn. Dort sind links und rechts des Nordbassinets viele neue Häuser entstanden, am Ufer gibt es Liegeplätze aus Holz zum Sonnen- und Meeresbaden. Die Gegend ist beliebt. Die Badestelle ist mit der S-Bahn gut zu erreichen (S-Bahnhof Nordhavn), das Kreuzfahrtterminal und die UN-City sind in der Nähe. Das Nordbassinet mündet in die Ostsee.

Wer es geschützter und organisierter haben will, kann aber auch eines der offiziellen Hafenbäder besuchen. Das bekannteste dürfte das Hafenbad Islands Brygge sein. Es liegt neben der Langebro-Brücke, die die Innenstadt mit dem Stadtteil Christianshavn, auf dem auch die Aussteigerkolonie Christiana liegt, verbindet. Das Bad hat fünf Becken, zwei davon für Kinder. Besucher nehmen am besten die Metro (die in Kopenhagen übrigens komplett fahrerlos fährt) bis zur Haltestelle Christianshavn.

Weiter südlich wartet das Hafenbad Fisketorvet (S-Bahnhof Dybbolsbro Straße). Es hat ein Kinder-, ein Sprung- und ein Schwimmbecken, das fünf Meter tief ist. Das Bad liegt auf der Halbinsel Havneholm in einem Neubaugebiet mit Wohn- und Geschäftshäusern. Es gibt Rettungsschwimmer vor Ort, dennoch ist der Eintritt frei.

Über eine Hängebrücke erreicht man das Hafenbad Sluseholmen. Es wurde im Sommer 2012 eröffnet, Name und Form sollen an Korallen und Korallenriffe erinnern. Die Lagune ist für Schwimmer, Taucher und Kinder gedacht. Das Hafenbad hat vier Becken: ein Kinderbecken, ein Jugendbecken und je ein Schwimm- und ein Sprungbecken.

Dass die Dänen wieder in ihrer Stadt schwimmen können, ist keinesfalls selbstverständlich. 1953 wurde das alte Schwimmbad Langenbro wegen der schlechten Wasserqualität geschlossen. 2001 beschloss die Stadtverwaltung, das Hafengebiet wieder zu beleben. Alte Hafengebäude wurden saniert und die Wasserqualität wurde verbessert. 2003 eröffnete das Hafenbad Islands Brygge.

Stadtstrand: Amager kann man mit der U-Bahn erreichen.
Stadtstrand: Amager kann man mit der U-Bahn erreichen.Foto: imago/Dean Pictures

Doch Kopenhagen wäre keine Meeresstadt, wenn die Bewohner nicht auch in der Ostsee baden könnten. Etwa am Amager Strand, dem größten Strand Kopenhagens. Er besteht aus einer künstlichen Strandinsel, die nicht nur eine Badelagune mit Planschbecken, sondern auch eine 1000 Meter lange Ruder- und Schwimmbahn bildet. Die Anreise ist einfach: Man nimmt die U-Bahn und steigt an der Haltestelle Amager Strand aus.

Oder man setzt sich in die S-Bahn und fährt in den Vorort Charlottenlund. (Achtung: Hier braucht man für die Öffentlichen den City Pass Large, der auch die Vororte abdeckt und 160 Dänische Kronen kostet). Rund zehn Minuten vom S-Bahnhof entfernt (man geht durch den Wald) kommt man zum Schloß und dem schönen, schattigen Schloßpark. Vis a vis liegt der Strand. Und wer sich nach dem Baden stärken will, kann das direkt am Ufer in einem der Imbisse tun - oder man kehrt in der Pizzeria gegenüber dem S-Bahnhof ein. So wie es viele der Menschen, die dort wohnen, tun.

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Kopenhagen kann man klimafreundlich mit der Bahn erreichen. Von Berlin aus sind es rund 7,5 Stunden. Wer es schneller mag, kann fliegen. Allein Easyjet bietet mehrere Verbindungen am Tag an, sowohl von Tegel als auch von Schönefeld.

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