Treffen mit Nato-Generalsekretär Stoltenberg : Merkel: Deutschland leistet guten Beitrag zur Nato

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist am Freitag mit Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zusammengekommen. Bis 2020 sollen sich die Verteidigungsausgaben Deutschlands auf 1,5 Prozent des BIP erhöhen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht neben NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Kanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht neben NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Kanzleramt.Foto: dpa/ Michael Kappeler

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat wenige Wochen vor dem Nato-Gipfel den Beitrag Deutschlands zum Verteidigungsbündnis hervorgehoben. Die Bundesrepublik bringe sich „sehr stark“ in die Nato-Aktivitäten ein, etwa in Afghanistan, unterstrich Merkel am Freitag in Berlin während eines Besuchs von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg. Mit Blick auf den Gipfel im Juli bekräftigte sie, Deutschland werde bis 2020 seine Verteidigungsausgaben auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen.

Trotz aller Meinungsverschiedenheiten im Bündnis werde die Nato bei ihrem Gipfel echte Ergebnisse erzielen, sagte Merkel. Sie spielte damit offensichtlich auf die anhaltende Kritik von US-Präsident Donald Trump an, der Deutschland vorwirft, zu wenig für die Verteidigung auszugeben. Bis 2024 sollen diese Ausgaben in Richtung 2,0 Prozent gehen. Merkel räumte ein, dass dieses Ziel für Deutschland in diesem Zeitraum nicht mehr zu erreichen ist.

Stoltenberg erinnerte daran, dass 2014 bei der Vereinbarung dieses Ziels davon ausgegangen worden sei, dass man zunächst die damals üblichen Kürzungen in den Verteidigungsetats beenden und dann in Richtung dieses neuen Ziels gehen wollte. Dieser erste Schritt sei inzwischen gemacht worden.

Zugleich zeigte er sich optimistisch, das Trump sich seiner Verpflichtung gegenüber der Nato bewusst sei und beim Gipfel ein Signal des Zusammenhalts aussenden werde. Trotz aller Meinungsverschiedenheiten etwa beim Handel und beim Klimaschutz sei es unerlässlich für die Sicherheit, die transatlantischen Beziehungen zu stärken. (dpa)

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