US-Aufsicht zur Digitalwährung : Terminhandel mit Bitcoins darf starten

Bereits in gut zwei Wochen wird es erstmals Terminkontrakte auf Bitcoins geben. Die US-Aufsicht hat den Handel mit den Papieren erlaubt. Das könnte den Bitcoin-Kurs weiter steigen lassen.

Künftig kann man auch über Finanzpapiere mit Bitcoins handeln.
Künftig kann man auch über Finanzpapiere mit Bitcoins handeln.Foto: REUTERS

Noch vor Weihnachten soll es soweit sein. Dann will die weltweit größte Derivatebörse CME den ersten Future auf die Digitalwährung Bitcoin herausbringen. Wie die Börse am Freitag mitteilte, hat sie dafür nun die Erlaubnis der zuständigen Aufsichtsbehörde erhalten. Anhänger der Digitalwährung haben auf diese Nachricht mit Spannung gewartet. Denn damit kommt nun das erste Finanzpapier auf den Markt, mit dem man auf steigende Bitcoin-Kurse spekulieren kann, ohne selbst Bitcoins kaufen zu müssen.

Futures sind Börsenkontrakte, mit denen man sich schon heute den Preis für einen Rohstoff oder eine Währung sichern kann, die man erst später erhält. Gedacht sind diese Papieren eigentlich, um sich gegen Preisschwankungen abzusichern. Man kann sie aber auch nutzen, um bewusst auf fallende oder steigende Preise zu wetten.

Auch andere Börsen wollen mitmischen

Die Erlaubnis durch die US-Aufsicht hat Signalwirkung. Denn auch die amerikanischen Börsen Cboe und Nasdaq arbeiten bereits an Bitcoin-Futures. So hat die Nachricht den Bitcoin-Preisen am Freitag auch gleich neuen Schwung gegeben. Am Morgen noch notierte der Kurs vier Prozent im Minus, am Nachmittag stand er bereits fünf Prozent im Plus.

Überhaupt hat die Digitalwährung in den letzten Tagen ein Auf und Ab hinter sich. Am Mittwoch stieg ihr Kurs erst über 10.000, dann über 11.000 Dollar, bevor er am Donnerstag auf unter 9500 Dollar einbrach. Vermutlich wollten nach dem rasanten Kursanstieg viele Anleger ihre Bitcoins mit Gewinn verkaufen – allerdings gelangt das nicht allen. Gleich drei US-Börsen für Bitcoins waren überlastet, sie brachen zusammen.

Zentralbanker warnen vor Gefahren

Notenbanken sehen die Entwicklung kritisch. Randal Quarles, Gouverneur der US-Notenbank Fed, warnt vor den langfristigen Gefahren der Digitalwährung. Zwar sieht er derzeit kein akutes Risiko für die Stabilität des Finanzsystems. Sollten sich Digitalwährungen aber ausbreiten, könnten sie zu ernsthaften Problemen führen, sagte er. mit rtr

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