Was taugen smarte Geschenke? : Von cleveren Helfern bis zu technischen Spielereien

Musik-Streaming für Kinder, teure Kopfhörer, rollende Roboter: Wer smarte Geschenke sucht, wird schnell fündig. Wir sagen, was sich wirklich lohnen könnte.

Saraida Höfer
Rollt per Klick: der Sphero Mini im Fußballdesign.
Rollt per Klick: der Sphero Mini im Fußballdesign.Foto: Sphero

Ob zum Sport, als Zeitvertreib oder Glücklichmacher für Nerds: Smarte Geschenke unterm Weihnachtsbaum sind beliebt. Was sind hilfreiche Gadgets und was ist nur technischer Schnickschnack? Ein Überblick.

Musikspieler für Kinder

Den Musikspieler "Hörbert" von Winzki lobten die Tester der Stiftung Warentest.
Den Musikspieler "Hörbert" von Winzki lobten die Tester der Stiftung Warentest.Foto: Winzki

Selbst Kinder wissen mittlerweile: der klassische CD-Player hat ausgedient. Im Trend liegen Musikspieler im Retro-Look, allerdings mit modernster Technik.

Die Geräte lassen sich meist mit USB-Sticks oder Smartphones verbinden. Bei manchen Modellen können Kinder zudem Figuren auf die Geräte stellen, die dann Geschichten abspielen. Die Stiftung Warentest hat die Musikspieler kürzlich getestet – und insbesondere die Lautstärke überprüft. Schließlich sollen sie die sensiblen Ohren der Kinder nicht schädigen.

Das Ergebnis war ernüchternd: Viele Musikspieler waren demnach zu laut. Einer, der den Test hingegen bestand, war Hörbert, ein Gerät des Herstellers Winzki. Mit 239 Euro ist der Musikspieler allerdings nicht gerade günstig. shö

Smartphones

Eine häufige Streitfrage: Apple- oder Android-Smartphones? Im Bild ist das iPhone 11 Pro.
Eine häufige Streitfrage: Apple- oder Android-Smartphones? Im Bild ist das iPhone 11 Pro.Foto: Apple

Für viele ist es eine Grundsatzfrage: Apple oder Android? Überzeugte Apple-Nutzer stehen vor einer überschaubaren Auswahl von iPhone-Geräten. Die Stiftung Warentest empfiehlt in ihrer aktuellen Dezember-Ausgabe das iPhone 11 Pro Max (64 Gigabyte). Das nach den Worten der Tester „derzeit beste iPhone“ hat allerdings einen stolzen Preis: 1260 Euro.

Wem das zu teuer ist, der kann auch auf die Vorjahresmodelle oder das iPhone 8 zurückgreifen. Diese werden ebenso wie die 7er-Generation und das iPhone SE noch mit schnellen Updates versorgt.

Im Android-Universum gibt es deutlich mehr Auswahl. Testsieger ist das Samsung Galaxy S10+ (128 Gigabyte). Mit 850 Euro ist das Samsung-Modell auch um einiges günstiger als der Apple-Konkurrent. Das Galaxy S10+ soll im Test mit guter Akkuleistung und einem brillanten Display überzeugt haben. Wer es günstiger möchte, dem empfiehlt die Stiftung Warentest das Xiamo Redmi Note 7 (64 Gigabyte) für 206 Euro. shö

Leisemacher für die Ohren

Die Kopfhörer unterdrücken Geräusche aus der Umgebung.
Die Kopfhörer unterdrücken Geräusche aus der Umgebung.Foto: Bose

Straßenmusiker, Bahn-Telefonierer und laute Teenager: Für ruhebedürftige Pendler gehört es zu den großen Tragödien der menschlichen Biologie, dass zwar die Augen verschließbar sind, die Ohren aber nicht. Seit einigen Jahren gibt es eine technologische Lösung, die dies zumindest im Ansatz verbessert: aktive Rauschunterdrückung. Diese dämpft Straßenlärm und Umgebungsgeräusche außerhalb der Kopfhörer, während man gleichzeitig im inneren Musik hören kann.

Die Funktionsweise: Integrierte Mikrofone nehmen die Umgebungsgeräusche auf und erzeugen gegenphasige Schallwellen, die dann den Lärm für den Träger der Kopfhörer dämmen.

Die Bose Quiet Comfort QC 35 II sorgen also nicht für absolute Stille. Doch die ursprünglich für Geschäftsreisende gegen Lärm im Flugzeug entwickelten Kopfhörer schlagen sich auch in den Berliner S- und U-Bahnen gut. Das Bose-Modell ist ab rund 230 Euro erhältlich. prd

Sport per Klick

Sport auf Anweisung gibt es mit Fitness-Apps.
Sport auf Anweisung gibt es mit Fitness-Apps.Foto: Syda Productions/Fotolia

Was ist der Vorteil kostenpflichtiger Fitness-Apps? Sie kosten etwas. Machen wir uns nichts vor: Geturnt wird am ehesten, wenn man dafür Geld ausgegeben hat. Ein Grund dafür, dass Menschen Unsummen an Jahresbeiträgen für Fitnessstudios ausgeben – sie erpressen sich zur Ertüchtigung mit finanzieller Selbstkasteiung.

Zwei Euro pro Monat bei einem Jahresabo (ansonsten fünf Euro) kostet die App Cyberobics. Man erspart sich dafür das Fitnessstudio und lässt sich an beliebigen Orten mit Videotutorials von Trainern vor verschiedenen Kulissen (von Malibu bis Manhattan) zu erhöhten Kraftanstrengungen motivieren. tt

Games

Mit Computerspielen in bunte Welten.
Mit Computerspielen in bunte Welten.Foto: Mooneye Studios

Eine Berliner und Hamburger Koproduktion ist das märchenhafte Computerspiel Lost Ember. Es erzählt die Geschichte eines rotglühenden Geistwesens, das einen Weg in die „Stadt des Lichts“ sucht. Dafür tut es sich mit einem Wolf zusammen, der seinerseits die Reinkarnation einer Eingeborenen ist.

Bei der gemeinsamen Reise können Spieler die Gestalt von Wombats, Enten oder Kolibris annehmen – je nachdem, welche Hindernisse zu überwinden sind. Lost Ember ist mit seinen sanften Hügeln und dem tiefblauen Himmel eine entspannte Spielerfahrung und erhältlich für die Konsolen Playstation 4, Xbox One, Nintendo Switch und den PC. Der Preis: 30 Euro. feba

Rollende Roboter

Rollt per Klick: der Sphero Mini im Fußballdesign.
Rollt per Klick: der Sphero Mini im Fußballdesign.Foto: Sphero

Sie sehen aus wie Wall-E, R2D2 oder eben wie ein Mini-Fußball: Lernroboter gibt es mittlerweile in vielen Formen, Farben und Größen. Mit den kleinen Maschinen lassen sich kinderleicht die Grundzüge des Programmierens erlernen. Per Smartphone-App klickt man grafikbasierte Befehlsketten zusammen, die der Roboter dann als Kunststückchen ausgibt.

Der Sphero Mini Soccer wirkt unscheinbar, ist aber mit Technik vollgestopft und rollt von selbst. Seine Besitzer können dem kleinen Ball bestimmte Spielzüge einprogrammieren – oder auch einen Slalom um die acht mitgelieferten Kegel fahren. Dieses Gadget-Geschenk ist nicht nur etwas für Kinder. Preis: knapp 60 Euro. feba

Fahrräder mit Anschub

E-Bikes eignen sich für gemütlichere Radtouren. Im Bild: das Hercules Futura Sport.
E-Bikes eignen sich für gemütlichere Radtouren. Im Bild: das Hercules Futura Sport.Foto: Hercules-Bikes

Was tun, wenn man als Paar völlig unterschiedliche Vorstellungen davon hat, wie sportlich es bei einer Fahrradtour zugehen soll? Eine Lösung: Die Person, die es gemütlicher mag, steigt auf ein E-Bike um. Die sogenannten Pedelecs fahren nicht von selbst, sondern verstärken den Anschwung des Fahrers bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde.

Mit dem Hercules Futura Sport 8.3 schlägt man dennoch jeden Sportradler – ohne dabei ins Schwitzen zu kommen. Eine Akkuladung hält je nach Fahrweise bis zu 100 Kilometer. Mit Blick auf den Straßenverkehr bietet das E-Bike eine echte Alternative zum Auto. Draußen stehen lassen sollten Besitzer den Elektro-Drahtesel allerdings nicht – er kostet je nach Ausstattung zwischen 2000 und 2500 Euro. prd

Virtuelle Welten

Vergleichsweise günstig: Die VR-Brille Oculus Quest.
Vergleichsweise günstig: Die VR-Brille Oculus Quest.Foto: Oculus VR

Virtual Reality hatte bisher einen schweren Stand. Die Technologie war schlichtweg zu teuer und zu kompliziert für den Durchschnittsnutzer. Das ändert sich jetzt langsam. Einer der Gründe: Die VR-Brille Oculus Quest, die ohne externe Verkabelung auskommt und vergleichsweise günstig ist.

Nutzer können sie überall verwenden, die Einrichtung dauert nur ein bis zwei Minuten. Spiele wie Superhot VR oder Beat Saber dürften bei Liebhabern der virtuellen Welt für langanhaltenden Spielspaß sorgen.

Hinzu kommt: Seit kurzem lassen sich die Spiele mit bloßen Händen steuern. Der Hersteller hat nämlich die Gestensteuerung ohne für die Oculus Quest freigegeben, Nutzer brauchen also keinen Controller. Bislang unterstützt die Eingabe per Hand allerdings erst wenige Anwendungen. Der Preis für das Modell mit einem Speicherplatz von 64 Gigabyte liegt bei 399 Euro, die Ausführung mit 128 Gigabyte kostet 539 Euro. feba

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