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Wirtschaftsförderung : ZEW-Präsident hält Corona-Maßnahmenpaket für richtig

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will die Wirtschaft mit einem Drei-Stufen-Plan unterstützen. Der Ökonom Achim Wambach lobt das schrittweise Vorgehen.

Achim Wambach ist seit April 2016 Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.
Achim Wambach ist seit April 2016 Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Achim Wambach, Präsident des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, hält das Vorgehen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in der Coronakrise für richtig. „Die Unsicherheit für die Wirtschaft, die mit der Ausbreitung des Coronavirus einhergeht, ist enorm“, sagte er dem Tagesspiegel. „Es ist daher gut, dass der Wirtschaftsminister nicht direkt Konjunkturpakete verabschiedet, sondern in einem ersten Schritt Maßnahmen vorlegt,  die den Unternehmen helfen, diese Zeit der Unsicherheit zu überbrücken.“

Altmaier hat einen Drei-Stufen-Plan vorgelegt, mit dem die Politik Unternehmen aufgrund des Virusausbruchs unterstützen will. In der ersten Phase sind Bürgschaften und KfW-Kredite vorgesehen. In einem zweiten Schritt würden sie zunächst aufgestockt, erst in einer dritten Phase gäbe es Konjunkturmaßnahmen.

„Die geplanten Kredite und Bürgschaften sowie Kurzarbeitergeld können bei Liquiditätsengpässen und einem Rückgang der Aufträge hilfreich sein, die Unternehmen zu stabilisieren“, sagte Wambach. Allerdings wünscht er sich eine genauere Planung für den Fall, dass es zum Wirtschaftsabschwung käme. „Im Sinne des Risikomanagements sollte das Wirtschaftsministerium aber schon jetzt Pläne für Stützungsmaßnahmen erarbeiten, die im Falle eines Konjunktureinbruchs aktiviert werden können“, so Wambach.

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