• 17 Minuten vor dem Start : Bemannter US-Flug zur Internationalen Raumstation abgebrochen

17 Minuten vor dem Start : Bemannter US-Flug zur Internationalen Raumstation abgebrochen

Nach neun Jahren sollten erstmals wieder von den USA aus Astronauten zur ISS starten. Nun musste der Start wegen einer Sturmwarnung verschoben werden.

Der Flug der beiden Astronauten Robert Behnken (l) und Douglas Hurley wurde wegen des Wetters kurzfristig abgesagt.
Der Flug der beiden Astronauten Robert Behnken (l) und Douglas Hurley wurde wegen des Wetters kurzfristig abgesagt.Foto: imago images/UPI Photo

Der erste Flug einer bemannten US-Raumkapsel zur ISS seit neun Jahren ist wegen schlechter Wetterbedingungen verschoben worden. 17 Minuten vor dem geplanten Start wurde der Test am Mittwoch vorerst abgesagt, wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa mitteilte.

Über dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida waren dunkle Wolken zu sehen und es regnete immer wieder leicht, zudem gab es Sorge wegen Blitzen. Im Vorfeld hatte die Nasa eine 60-prozentige Chance auf geeignete Wetterbedingungen gesehen.

Weltweit war der Start mit Spannung erwartet worden. US-Präsident Donald Trump und Vizepräsident Mike Pence waren nach Florida gereist, um den Start live vor Ort zu verfolgen.

Ein nächster Startversuch könnte am Samstag stattfinden. Dann sollen die US-Raumfahrer Robert Behnken und Douglas Hurley erneut versuchen, mit einer „Falcon 9“-Rakete in einer „Crew Dragon“-Raumkapsel zur ISS zu starten. Die Sicherheit der Astronauten sei die oberste Priorität der Nasa, kommentierte Nasa-Chef Jim Bridenstine per Kurznachrichtendienst Twitter nach der Verschiebung.

Es handelt sich um den letzten Flugtest für den vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX entwickelten „Crew Dragon“. SpaceX wurde gegründet vom Unternehmer Elon Musk. Das Unternehmen hat bislang nur Fracht zur ISS transportiert.

Zuletzt waren im Sommer 2011 Astronauten mit der US-Raumfähre „Atlantis“ zur ISS geflogen. Danach mottete die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihre Space-Shuttle-Flotte aus Kostengründen ein und war für Flüge zur ISS seither auf Russland angewiesen. Das war mit rund 80 Millionen Euro pro Flug in einer russischen Sojus-Kapsel nicht nur teuer, sondern kratzte auch mächtig am Ego.

Eigentlich waren eigene Flüge aus den USA zur ISS von der Nasa schon für 2017 angekündigt gewesen - im Zuge technischer Probleme, Finanzierungsschwierigkeiten und Umstrukturierungen nach der Wahl von US-Präsident Trump wurde das Projekt aber immer weiter aufgeschoben. (dpa)

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