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Ärztepräsident zum Coronavirus in Deutschland : „Dauer-Welle“ statt Zweiter Welle

NRW plant 150-Euro-Bußgeld für Maskenmuffel + UN: Pandemie betrifft 94 Prozent aller Schüler weltweit + Längere Arbeitszeiten im Homeoffice + Der Newsblog.

Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer.
Frank Ulrich Montgomery, Präsident der Bundesärztekammer.Foto: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Einschätzung des Weltärztebundes erlebt Deutschland derzeit weniger eine zweite Corona-Welle, als vielmehr eine dauerhafte Infektionswelle. Er möge den Begriff der zweiten Welle nicht, weil diese sehr schnell wieder abebben könne, sagt Präsident Frank Ulrich Montgomery im Deutschlandfunk. "Wir sind in einer Dauer-Welle. Dieses Problem wird uns noch lange begleiten." (mehr im Newsblog unten)

Weitere Nachrichten: NRW plant ein Sofort-Bußgeld von 150 Euro bei Verstoß gegen Maskenpflicht in Bussen und Bahnen. Das kündigt Landes-Verkehrsminister Hendrik Wüst in der „Rheinischen Post“ an.

Die Vorsitzende der Deutsch-Türkischen Parlamentariergruppe im Bundestag, Sevim Dagdelen (Linke), hat die teilweise Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei durch die Bundesregierung scharf kritisiert. Dieser Schritt komme „einer Verbeugung vor Erdogan gleich“, sagte Dagdelen der „Welt“. „Offenbar müssen hier nur oft genug türkische Minister auf den Tisch hauen und schon springt die Bundesregierung“, fügte sie hinzu.

Die Bundesregierung hatte zuvor die Reisewarnung für die Türkei teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in ihren Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Mugla entfällt.

Die aktuellen Zahlen: Für Deutschland trägt der Tagesspiegel die Zahlen aus allen Landkreisen zusammen. Demnach gab es Stand Mittwochmorgen in Deutschland 9099 aktive Fälle. Vor zwei Wochen waren es noch rund 6200. Im 7-Tage-Mittel haben sich in Deutschland 710 Menschen pro Tag neu infiziert. In der Vorwoche lag der Wert noch bei 535 Infektionen. Weltweit gibt es der Johns-Hopkins-Universität zufolge mehr als 18,5 Millionen Infektionsnachweise, rund 699.000 Menschen starben an oder in Verbindung mit dem Coronavirus.

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