Mit einem weiteren Nachweis auf das Coronavirus ist die Gesamtzahl in Deutschland auf 13 gestiegen. Der Erreger wurde bei der Frau von einem der Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die internationale Gemeinschaft zu Zahlungen in Höhe von 675 Millionen Dollar (613 Millionen Euro) zur Bekämpfung des Coronavirus aufgerufen. Der Großteil des Geldes solle in besonders "gefährdete" Länder fließen , sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Genf (mehr dazu im Newsblog unten ).
Mindestens zwanzig Menschen sind auf dem Kreuzfahrtschiff in Japan mit dem Coronavirus infiziert . Das Schiff war unter Quarantäne gestellt worden, nachdem bekannt geworden war, dass zwischenzeitlich ein Infizierter an Bord gewesen war. Deutsche Passagiere sollen nicht unter den Infizierten sein. In Hongkong werden 1800 Menschen auf einem Kreuzfahrtschiff getestet.
Über Nacht stieg die Zahl der bestätigten Infektionen und Todesfälle durch das Coronavirus in China weiter. Wie die chinesische Gesundheitsbehörde mitteilte, gab es Stand Donnerstagmorgen mehr als 28.000 registrierte Erkrankungen. Die Zahl der Todesopfer stieg auf 560 .
In Deutschland sind bislang zwölf Fälle von Infizierten bekannt . Zehn stehen in Zusammenhang mit dem bayerischen Autozulieferer Webasto - darunter sind zwei Kinder eines Mitarbeiters. Bei Webasto war eine infizierte Kollegin aus China zu Gast gewesen, die ihre Erkrankung erst auf dem Rückflug bemerkt hatte.
Hintergrund über das Coronavirus:
Jetzt 13 Personen in Deutschland mit Coronavirus infiziert Mit einem weiteren Nachweis auf das Coronavirus ist die Gesamtzahl in Deutschland auf 13 gestiegen. Der Erreger wurde bei der Frau von einem der Infizierten aus Bayern nachgewiesen, wie das bayerische Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte. In den vergangenen Tagen war bereits bekannt geworden, dass sich auch zwei Kinder des Paares angesteckt haben. Sie sind nach Ärzte-Angaben - ebenso wie die Mutter - symptomfrei. Auch der gesundheitliche Zustand des Vaters ist stabil. Die Familie ist in einem Krankenhaus. Deutschlandweit gibt es nun 13 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert haben. Bei zwei von ihnen wurde das Virus nachgewiesen, nachdem sie am Wochenende mit einem Flug der Bundeswehr aus China nach Deutschland geholt worden waren. Sieben Fälle stehen wie auch die betroffene Familie in Zusammenhang mit dem bayerischen Autozulieferer Webasto in Stockdorf bei München. Dort war eine chinesische Mitarbeiterin zu Gast gewesen, deren Infektion erst nach ihrer Rückkehr nach China nachgewiesen wurde. Am Donnerstag wurde zudem bekannt, dass der deutsche Coronavirus-Patient auf der spanischen Insel La Gomera ebenfalls aus Bayern stammt. Er habe Kontakt mit einem Mitarbeiter der Firma Webasto gehabt, teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mit. Der 26-Jährige sei derzeit isoliert, hieß es. (dpa)
Chinesische Experten erwarten nächste Woche Höhepunkt Die Coronavirus-Epidemie werde ihren Höhepunkt Mitte bis Ende nächster Woche erreichen, sagte der Chef des nationalen Expertenteams im Kampf gegen das Coronavirus, Zhong Nanshan. Ob das realistisch ist, lässt sich deutschen Experten zufolge kaum abschätzen. „Ich kenne die Daten und Modelle der Chinesen nicht“, sagt der Virologe Thomas Schulz von der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), er tendiert aber zu Skepsis. „Im Augenblick geht die Kurve noch steil nach oben.“ Der der Infektionsepidemiologe Lars Schaade, Vizepräsident des Robert Koch-Instituts (RKI), stimmt zu: „Ich wäre mit Prognosen sehr vorsichtig.“ Charité-Virologe Christian Drosten ergänzt: „Entscheidend ist, ob China es schafft, die Übertragungen zu stoppen. Das kann ich mir schon vorstellen.“ (dpa)
Air France setzt alle Flüge von und nach China bis 15. März Die französische Fluggesellschaft Air France hat die Aussetzung der Flüge von und nach China wegen des Coronavirus bis 15. März verlängert. Dies sei nach einer Neubewertung der Informationen entschieden worden, teilte die Airline am Donnerstag mit. Die Airline hatte die Flüge zuvor nur bis zum 9. Februar ausgesetzt. „Ab dem 16. März 2020 wollen Air France und KLM je nach Entwicklung der Situation den Flugbetrieb von und nach Shanghai und Peking schrittweise wieder aufnehmen und abwechselnd einen täglichen Flug zu jedem Zielort durchführen“, hieß es weiter. Auf diese Weise würden Schanghai und Peking täglich von Europa aus bedient, entweder über Paris mit Air France oder über Amsterdam mit KLM.Ab dem 29. März 2020 solle dann der normale Flugplan wieder aufgenommen werden. Die Wiederaufnahme der Air-France-Flüge von und nach Wuhan sei ebenfalls für den 29. März geplant. Die chinesische Metropole ist von dem neuartigen Virus besonders betroffen. (AFP)
Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in Taiwan anlegen Die taiwanesische Gesunheitsbehörde untersagt ab sofort allen internationalen Kreuzfahrschiffen das Anlaufen der Insel. Das Verbot ist die Folge der Coronavirus-Ausbrüche auf einem japanischen Kreuzfahrtschiff, das laut Einwanderungsbehörde am 31. Januar in der taiwanesischen Hafenstadt Jilong vor Anker ging. Lokalen Medienangaben zufolge besuchten die Passagiere von dort aus mehrere beliebte Touristenattraktionen in Taipeh. (Reuters)
China erwägt eine Verschiebung seiner jährlichen Parlamentssitzung. Man prüfe angesichts der Verbreitung des Coronavirus mehrere Optionen, verlautet aus Regierungskreisen. "Eine Verschiebung ist eine dieser Möglichkeiten." Der Nationale Volkskongress mit seinen rund 3000 Delegierten kommt üblicherweise für mindestens zehn Tage in Peking zusammen, um Gesetze zu verabschieden. Dabei werden auch wichtige wirtschaftliche Ziele für das gesamte Jahr bekanntgegeben. Der Beginn der Sitzung ist für den 5. März geplant.
Keine Deutschen unter neuen Fällen von Coronavirus in Japan Unter zehn neuen Fällen des Coronavirus an Bord eines unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes in Japan befindet sich kein Deutscher. Nach Angaben vom Donnerstag handelt es sich bei den neuen Patienten um vier Personen aus Japan, zwei aus Amerika, zwei aus Kanada, eine aus Neuseeland und eine weitere aus Taiwan. Wie Japans Gesundheitsminister Katsunobu Kato am Donnerstag im Parlament in
Tokio sagte, stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen auf dem Schiff damit
auf 20. Die japanischen Behörden testeten demnach bisher 273 der etwa 3700
Passagiere auf dem Schiff auf das Virus . Niemand von ihnen habe Kontakt zu einem mit dem neuen Erreger infizierten 80 Jahre alten Mann aus Hongkong gehabt, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Der Mann war am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er sei am 20. Januar in der Tokioter Nachbarstadt Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ gegangen.An Bord des Schiffes sind auch acht deutsche Staatsangehörige. Sie und die übrigen der insgesamt 2666 Passagiere, etwa die Hälfte davon Japaner, sowie 1045 Crew-Mitglieder sollen nach Angaben des japanischen Gesundheitsministeriums zunächst für zwei Wochen an Bord bleiben, da die Untersuchungen in Japan auf den Erreger weitergehen. Mit der Bekanntgabe von zehn weiteren Fällen durch das japanische Gesundheitsministerium erhöht sich die Zahl der Infizierten an Bord des vor der Tokioter Nachbarprovinz Kanagawa liegenden Kreuzfahrtschiffes auf 20. Die Betroffenen wurden in Krankenhäuser gebracht. In Japan sind damit bisher 45 Fälle des Virus bestätigt. (dpa, AFP)
675 Millionen Dollar: WHO ruft zu Zahlungen auf Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die internationale Gemeinschaft zu Zahlungen in Höhe von 675 Millionen Dollar (613 Millionen Euro) zur Bekämpfung des Coronavirus aufgerufen. Der Großteil des Geldes solle in besonders "gefährdete" Länder fließen, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Genf.
Die WHO hat nach Angaben ihres Leiters Tedros einen Vorsorgeplan entwickelt, für dessen Finanzierung in den kommenden drei Monaten 675 Millionen Dollar benötigt werden. "Unsere Botschaft an die internationale Gemeinschaft ist: Investiert heute oder zahlt später mehr", sagte Tedros.
60 Millionen Dollar sollen demnach für WHO-Einsätze verwendet werden, der Rest soll an Länder gehen, die Hilfe bei Vorsorgemaßnahmen gegen das Virus benötigen. In einem ersten Schritt sollen Tedros zufolge 500.000 Atemschutzmasken und 350.000 Paar Gummihandschuhe an 24 Länder verschickt werden. Die Stiftung von Microsoft-Gründer Bill Gates sagte am Mittwoch 100 Millionen Dollar für den Kampf gegen das Virus zu. 20 Millionen sollen nach Stiftungsangaben an Organisationen wie die WHO fließen, 20 Millionen an Gesundheitsbehörden in Länder der Subsahara und Südasien. Der Rest soll für die Entwicklung eines Impfstoffs sowie neuer Behandlungs- und Diagnosemöglichkeiten aufgewendet werden. (AFP)
Mailänder Modewoche kümmert sich um Kunden aus China Das Coronavirus aus China hat die Mailänder Modewoche noch vor ihrem Beginn am 18. Februar erreicht: Angesichts der erwarteten Absagen von chinesischen Einkäufern, Journalisten oder Designern will Italiens Modekammer alle Schauen im Internet live übertragen. "Wir werden alles tun, um denjenigen, die weit weg sind von den Laufstegen, die Emotionen und modischen Ideen zu übermitteln", sagte Modekammer-Präsident Carlo Capasa bei der Vorstellung der Initiative "China we are with you". Die Modewoche eröffnen soll ein chinesischer Designer, dessen Name bisher allerdings geheimgehalten wird. Drei Marken, darunter - Angel Chen - haben ihre Teilnahme an den Mailänder Schauen bereits abgesagt, weil sie wegen der geschlossenen Fabriken nicht mehr rechtzeitig fertig wurden mit ihren Kollektionen. Auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte der Berufsverband der US-Modedesigner (CFDA) hingegen, er habe keine Informationen über mögliche Absagen von Schauen während der New Yorker Fashion Week vom 7. bis 12. Februar. Mehrere chinesische Modehäuser wie etwa Mukzin oder Sheguang Hu hätten bereits ihre Präsenz in New York zugesichert. (AFP)
Was die meisten Todesopfer des Coronavirus gemeinsam haben Das erste Todesopfer des neuartigen Coronavirus aus China steht stellvertretend für die inzwischen rund 490 Todesfälle: Der Patient war männlich, älter als 60 und schon vor der Infektion bei schlechter Gesundheit. Tatsächlich waren 80 Prozent der Todesopfer mindestens 60 Jahre alt und 75 Prozent litten an Vorerkrankungen, wie Chinas Gesundheitskommission am Dienstag mitteilte. Die Sterblichkeitsrate liegt demnach bei 2,1 Prozent. Das ist deutlich niedriger als die 9,6 Prozent bei der Sars-Epidemie vor 17 Jahren. 97 Prozent der Todesopfer stammen aus der Provinz Hubei, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus im Dezember auf vermutlich auf einem Tiermarkt erstmals auf Menschen übertragen wurde. Ohne sie läge die Sterberate den Behörden zufolge bei 0,16 Prozent.Was bisher über die Todesopfer bekannt ist: Die meisten waren mindestens 60 Jahre alt Nach den bisherigen Angaben der chinesischen Gesundheitsbehörden waren die Todesopfer zwischen 36 und 89 Jahre alt - aber nur fünf von ihnen waren unter Sechzig. Das jüngste Opfer, ein 36-jähriger Einwohner von Wuhan, wurde am 9. Januar ins Krankenhaus gebracht und erlag zwei Wochen später einem Herzversagen, wie die Behörden von Hubei mitteilten. Ob er an Vorerkrankungen litt, ist nicht bekannt. Viele der Patienten, die inzwischen das Krankenhaus wieder verlassen konnten, waren hingegen jünger. Am Mittwoch berichteten chinesische Staatsmedien über den Fall eines erst 30 Stunden alten Babys mit nachgewiesener 2019-nCoV-Infektion.Viele Todesopfer litten an Vorerkrankungen Viele der Patienten, die starben, litten schon vorher an chronischen Krankheiten wie etwa Diabetes oder Bluthochdruck. Ein 86-jähriger, der am 9. Januar ins Krankenhaus kam, hatte außer hohem Blutdruck und Diabetes vier Jahre zuvor einen schweren Eingriff wegen Darmkrebses. Eine 80-Jährige litt seit 20 Jahren an Diabetes und Bluthochdruck und zudem an Parkinson.Nicht alle Opfer hatten vorher Fieber Derzeit wird bei allen Reisenden an Chinas Flughäfen, Zug- und Busbahnhöfen die Temperatur kontrolliert. Doch nicht alle Todesopfer hatten Fieber, bevor sie ins Krankenhaus kamen. Ein 66-Jähriger beispielsweise klagte am 22. Dezember lediglich über "Reizhusten" - rund eine Woche später litt er an Atemnot, Mitte Januar musste er dann künstlich beatmet werden. Gerade die unterschiedliche Schwere der Symptome bereitet den Experten Sorge: "Inzwischen ist klar, dass einige Menschen das Virus in sich tragen und ansteckend sind, aber nur sehr schwache Symptome haben oder gar keine", sagt Jeremy Farrar, der Leiter der britischen Gesundheitsforschungsstiftung Wellcome Trust. Das macht es so schwierig, geeignete Vorsorgemaßnahmen zu finden.Zwei Tote außerhalb des chinesischen Festlands Der erste Tote außerhalb des chinesischen Festlands wurde am vergangenen Sonntag auf den Philippinen gemeldet, dabei handelt es sich um einen 44-jährigen Touristen aus Wuhan. Ob er Vorerkrankungen hatte, war nicht bekannt. Zwei Tage später meldeten die Behörden in Hongkong ihren ersten Todesfall: Der 39-Jährige hatte demnach im Januar Wuhan besucht. Er soll Medienberichten zufolge an anderen Gesundheitsproblemen gelitten haben, die seine Behandlung zusätzlich erschwerten. (AFP)
WHO dementiert Berichte über Heilmittel für Coronavirus Gegen das Coronavirus gibt es entgegen anderslautenden Medienbericht laut Weltgesundheitsbehörde (WHO) derzeit noch kein Heilmittel. "Es gibt keine, bekannte wirksame Therapie gegen das Virus", sagte Sprecher Tarik Jasarevic am Mittwoch.
Ein chinesischer TV-Sender hatte zuvor berichtet, ein Forscher-Team an der Zhejiang Universität habe ein effektives Präparat gegen das Virus gefunden. Der britische Sender Sky-News hatte von einem "Durchbruch" in der Entwicklung eines Impfstoffs berichtet. An den Börsen in Europa hatten Aktien daraufhin um mehr als ein Prozent zugelegt. Reuters konnte die Berichte über die Forschungsergebnisse nicht verifizieren, aber mehrere Händler führten die Börsenreaktion auf die Berichte zurück. Russland dämpfte inzwischen ebenfalls die Erwartungen an die Entwicklung eines Impfstoffes. "Der Prozess braucht mehr als eine kurze Zeit. Für einen Impfstoff braucht man mindestens acht bis zehn Monate, wir sind noch in der Anfangsphase ohne klinische Tests", sagte Gesundheitsminister Michail Muraschko. (Reuters)
Mütter können Coronavirus an Neugeborenes weitergeben Bei einem gerade einmal 30 Stunden alten Baby in China ist eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden. Damit sei der Säugling der jüngste Mensch mit einer nachgewiesenen 2019-nCoV-Infektion, berichteten chinesische Staatsmedien am Mittwoch. Es handele sich möglicherweise um eine sogenannte vertikale Ansteckung von der Mutter auf ihr Kind, zitierte der Staatssender CCTV mehrere Experten. Die Mutter, die vor der Entbindung positiv auf das Virus getestet worden war, könnte es demnach während Schwangerschaft, Geburt oder unmittelbar danach auf ihr Kind übertragen haben. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua hatte am Montag über ein von einer infizierten Frau zur Welt gebrachtes Baby berichtet, das negativ auf 2019-nCoV getestet worden sei. (AFP)
In Hangzhou darf man nur noch alle zwei Tage auf die Straße.
Provisorisches Krankenhaus in Wuhan hat 1000 Betten.
Angst vor Corona: Petition fordert Schulschließung in Kalifornien Mit dem Coronavirus 2019-nCoV breiten sich auch Gerüchte und Falschinformationen aus. Welche Wirkung Panikmache haben kann, zeigt derzeit eine Petition im US-Bundesstaat Kalifornien. Dem
auf der Plattform Change.org anonym veröffentlichten Aufruf , die Schulen des Bezirks Alhambra Unified School östlich von Los Angeles bis zum Ende der Coronavirus-Epidemie zu schließen, schlossen sich bis Mittwoch mehr als 14.000 Menschen an.
In dem Bezirk, in dem etwa die Hälfte der 16.500 Schüler asiatische Wurzeln hat, ist bislang kein Fall von 2019-nCoV aufgetreten. Dennoch heißt es in der vorige Woche gestarteten Petition, es gebe einen "Verdachtsfall" in Alhambra.
"Zu lernen, während du weißt, dass dein Leben in Gefahr ist, schafft kein stabiles und sicheres Lernumfeld", wird die Forderung nach Unterrichtsausfall begründet. Die Schüler könnten sich wegen der angeblichen Bedrohung nicht auf das Lernen konzentrieren, was für gute Testergebnisse jedoch unerlässlich sei.
Die zuständige Schulbehörde wies die Petition als hysterische Überreaktion auf das Virus zurück, an dem in Festlandchina nach Behördenangaben bereits mehr als 24.000 Menschen erkrankten und 490 Menschen starben. "Das ist ein Beispiel dafür, was ansteckende Angst anrichtet, wenn man sich nicht die Fakten ansieht und sich stattdessen auf falsche Gerüchte und hysterische Einträge in Online-Medien verlässt", sagte Behördensprecherin Toby Gilbert der Nachrichtenagentur AFP.
Gilbert machte deutlich, es gebe keine Pläne, wegen des Virus Unterricht ausfallen zu lassen. Eltern und Schüler rief sie auf, sich hinsichtlich der Krankheit an wissenschaftliche Fakten zu halten.
Das Virus war erstmals im Dezember in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan, der Hauptstadt der Provinz Hubei, aufgetreten. Seither wurden die meisten Infektionen aus Hubei gemeldet. In den USA gibt es bislang elf bestätigte 2019-nCoV-Infektionen, davon sechs in Kalifornien. Für aus Wuhan ausgeflogene US-Bürger ordnete die US-Regierung eine zweiwöchige Quarantäne an. (AFP)
Hongkong stellt Besucher vom Festland unter Quarantäne Hongkong stellt jeden Besucher vom chinesischen Festland für zwei Wochen unter Quarantäne. Das kündigt Carrie Lam, die Regierungschefin der chinesischen Sonderverwaltungszone, an. Außerdem würden zwei Kreuzfahrtterminals in Hongkong geschlossen. Die Zahl der bestätigten Infektionsfälle sei auf 21 gestiegen. (dpa)
Hongkonger fordern die Schließung der Grenzen nach China
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Reuters/Tyrone Siu
Wegen Coronavirus: Formel-1-Teams sprechen über China-Rennen Die Formel-1-Rennställe diskutieren am Mittwoch angesichts des sich ausbreitenden Coronavirus über eine mögliche Absage oder Verlegung des Großen Preises von China in Shanghai. Das bestätigte Red-Bull-Teamchef Christian Horner am Montag bei einem Medientermin in London. „Im Moment könnten wir niemanden dort hinschicken, weil niemand dort hinkommen würde“, sagte Horner dem Fachportal „motorsport.com“. Das Rennen auf dem Shanghai International Circuit am Rande der Millionen-Metropole ist für den 19. April geplant. Zuvor hatte der Motorsport-Weltverband (FIA) bereits mitgeteilt, die Situation in China zu beobachten. „Sie sind nicht nur für das Wohl der Fahrer verantwortlich, sondern für alle Menschen, die mitreisen. Und ich bin sicher, sie werden die notwendige Sorgfalt walten lassen, bevor sie sich dazu entscheiden, das Rennen zu verschieben oder es abzusagen“, sagte Horner und ergänzte: „Wir müssen ihrem Wissen und Urteil vertrauen.“ Die Gespräche finden im Rahmen eines Treffens der Strategiegruppe statt. Die FIA beobachtet die Lage mit den zuständigen Behörden und Mitgliedsvereinen. Man werde den Kalender der bevorstehenden Rennen bewerten und falls nötig, „jede erforderliche Maßnahme ergreifen, um dabei zu helfen, die weltweite Motorsportgemeinschaft und die breite Öffentlichkeit zu schützen“. Erst am Sonntag hatte die vollelektrische Rennserie Formel E mitgeteilt, nicht wie geplant am 21. März im chinesischen Sanya zu starten. Grund für die Entscheidung in Übereinkunft mit den zuständigen Behörden, dem Automobil-Weltverband, dem chinesischen Verband und örtlichen Partnern war das grassierende Coronavirus. (dpa)
Sebastian Vettel beim 3. Freien Training beim Grand Prix von China 2019.
Bild:
Andy Wong/AP/dpa
Auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ gib es zehn Fälle des Coronavirus. Nun steht das Schiff in Japan mit etwa 3700 Menschen an Bord unter Quarantäne.
Tagesspiegel
Der Ausbruch des Coronavirus betrifft auch den Wissenschaftsaustausch mit China. Dienstreisen werden untersagt, die TU Berlin richtet einen Krisenstab ein.
Tagesspiegel | Tilmann Warnecke
Olympia-Organisatoren sind „ernsthaft besorgt“ Knapp sechs Monate vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio rückt auch bei den Organisatoren die schnelle Ausbreitung des Coronavirus in China immer mehr in den Fokus. „Ich bin ernsthaft besorgt, dass die Ausbreitung der Infektionskrankheit den Spielen einen Dämpfer versetzen könnte“, sagte Organisationschef Toshiro Muto am Mittwoch bei einem Treffen mit Vertretern des Internationalen Paralympischen Komitees in Japans Hauptstadt. Saburo Kawabuchi, der Bürgermeister des Athletendorfs, in dem 11.000 Olympioniken wohnen sollen, ist ebenfalls besorgt. „Ich hoffe wirklich, dass die Infektionskrankheit irgendwie abklingt, damit wir die Olympischen und Paralympischen Spiele reibungslos durchführen können“, sagte er. Die Veranstalter wie auch das Internationale Olympische Komitee betonten wiederholt, dass es keine Pläne gebe, die Olympischen Spiele vom 24. Juli bis 9. August abzusagen. Einige olympische Qualifikationsveranstaltungen wurden allerdings bereits abgesagt oder verschoben. So wurde das olympische Qualifikationsturnier im Frauenfußball von Nanjing/China nach Sydney verlegt. Die chinesischen Handballerinnen sagten ihre Teilnahme am Qualifikationsturnier ab. (dpa)
Cathay Pacific schickt Beschäftigte in unbezahlten Urlaub Die Hongkonger Fluggesellschaft Cathay Pacific will wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus alle Mitarbeiter in unbezahlten Urlaub schicken. Die rund 27.000 Angestellten würden gebeten, bis zu drei Wochen zu Hause zu bleiben, sagte Konzernchef Augustus Tang in einer am Mittwoch veröffentlichten Videobotschaft. "Ich hoffe, Sie werden sich alle beteiligen." Der Aufruf gelte auch für hochrangige Führungskräfte. In Hongkong wurde das neuartige Coronavirus jüngsten Angaben zufolge bei 18 Menschen nachgewiesen. Einer von ihnen starb. Am Dienstag hatten die Behörden in der chinesischen Sonderverwaltungszone vor einem erhöhten Ansteckungsrisiko gewarnt. (AFP)
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