Ein Innovations-Zentrum für die FU : „Adlershof“ in Dahlem

Bei den Planungen für das Gründerzentrum auf dem Campus der Freien Universität geht es weiter voran. Ende 2021 soll das "Fubic" eröffnen.

Simulation des Fubic-Standortes
Erste Konturen. So soll das Fubic in Dahlem aussehen.Foto: Wista/Numrich Albrecht Klumpp

Nach langem Vorlauf ist das Adlershof des Südwestens offenbar weiter auf gutem Wege. Die Bauplanung für das „Business and Innovation Center next to Freie Universität“ (Fubic) stehe vor der Ausschreibung, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Henner Bunde am Montag im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses. Die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Cerstin Richter-Kotowski, die zu einer Anhörung über den Stand der Dinge beim Fubic gekommen war, bestätigte dies auf Nachfrage. Das Technologie- und Gründungszentrum könne Ende 2021 eröffnen.

Das Fubic soll wie berichtet in unmittelbarer Nachbarschaft zum FU-Campus auf dem Gelände des ehemaligen US-Militär-Krankenhauses an der Fabeckstraße entstehen – nach dem Vorbild der Wissenschaftsstadt Adlershof. Dorthin wandern Start-ups ab, die an der FU entstehen, aber in Campusnähe keine bezahlbaren Räume finden. Gründer wollen sich im Umkreis von maximal 15 Kilometern um die Uni ansiedeln, um Kontakt zu halten, sagte Staatssekretär Bunde.

Erste Machbarkeitsstudie von 2010

Eine erste Machbarkeitsstudie gab es 2010, 2014 zogen einige wenige Pionierfirmen in den sanierungsbedürftigen Krankenhausbau ein. Im Mai 2017 unterschrieben dann die Wista-Management GmbH, die als landeseigenes Unternehmen den Technologiestandort Adlershof ebenso wie das neue Gründerzentrum „Chic“ der TU betreibt, und der Bezirk einen Städtebaulichen Vertrag. Geklärt war damit unter anderem, dass das fünf Hektar große Gelände zu 60 Prozent von Gründern und zu 40 Prozent von bestehenden Unternehmen und der FU genutzt werden soll.

Auf einer Nutzfläche von 18 600 Quadratmetern könnten bis zu 80 Gründer angesiedelt werden – zu wissenschaftsnahen Themen wie Life Sciences, Gesundheit und Klima. Die Investitionskosten liegen bei knapp 50 Millionen Euro.

In diesem Jahr beginnt der Abriss nicht benötigter Gebäude

Zu 90 Prozent gesichert sind die Baukosten durch das Förderprogramm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GWR), wie Bunde betonte. Den Rest werde die landeseigene Wista finanzieren. Beginnen sollen die Bauarbeiten in diesem Jahr: mit dem Abriss nicht benötigter Nebengebäude. Flächen um das zentrale Fubic-Gebäude herum sollen in Erbpacht an Investoren vergeben werden. So entstehe Platz für Gründer, die nach sechs bis acht Jahren das Zentrum verlassen müssen. Bezirksbürgermeisterin Richter-Kotowski stellte zudem Flächen für wissenschaftsnahe Ausgründungen auch im nahegelegenen Gewerbegebiet Goerzallee in Aussicht, das besser als bisher erschlossen werden solle.

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