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Crash im Genom:

Krebs auf einen Schlag



Krebs ist in der Regel das Ergebnis eines längeren Entwicklungsprozesses, in dem durch Anhäufung von Mutationen zunächst Krebsvorstufen und schließlich voll entwickelte Krebszellen entstehen. Bei unterschiedlichen Krebsarten gibt es jedoch Fälle, für die diese Erklärung nicht zutrifft, berichten britische Forscher. DNS-Analysen einiger Tumorproben zeigten massive Veränderungen des Erbguts, die nur durch die gleichzeitige Zerstörung im Bereich mehrerer Chromosomenabschnitte zu erklären sind. Durch fehlerhafte Reparatur zerstückelter DNS-Stränge konnten so auf einen Schlag unterschiedliche Arten von Krebsgenen entstehen, schreiben die Wissenschaftler im Fachblatt „Cell“. „Es scheint so, als wären – ausgelöst durch ein einzelnes Ereignis – Chromosomen einer Zelle regelrecht in Hunderte von Fragmenten explodiert“, erklärt Peter Campbell vom Sanger-Institut in Hinxton. wsa

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