Neues QS World University Ranking : Reputation deutscher Unis hat gelitten

27 von 45 deutschen Hochschulen im neuen weltweiten QS-Ranking haben ihre Position verschlechtert - vor allem wegen schwindender Reputation.

Eine Gruppe von Studierenden geht auf das Hauptgebäude einer Universität zu.
Schlechter als im Vorjahr bewertet wurden deutsche Unis durch Arbeitgeber und durch die befragten Akademiker.Foto: Martin Schutt/picture-alliance/dpa

Die drei großen Berliner Universitäten konnten in einer neuen weltweiten Rangliste ihre Platzierungen unter den Top 150 behaupten. Nach dem am Mittwochabend freigegebenen World University Ranking der internationalen Studienberatungs-Gesellschaft Quacquarelli Symonds (QS) mit Hauptsitz in London liegt die Humboldt-Universität auf Platz fünf der besten deutschen Hochschulen und international auf Platz 121, gefolgt von der Freien Universität auf Platz sechs (international 130) und der Technischen Universität auf Platz acht (international: 147).

Drei der 45 im QS World University Ranking 2019 vertretenen Hochschulen schaffen es in die Top 100: die TU München (Platz 61), die LMU München (62) und die Uni Heidelberg (64). Während die Unis in dieser Spitzengruppe jeweils drei bis vier Plätze gut machten, stagnieren die Berliner Unis – die HU stieg minimal um einen Rangplatz ab – oder verloren leicht (FU: fünf Plätze; TU: drei Plätze). Ihre Position verschlechtert haben insgesamt 27 der gelisteten deutschen Unis, nur 14 konnten sich verbessern.

Oxford rückt in der Rangliste vor Cambridge

Der diesjährige Rückgang vieler deutscher Hochschulen sei auf das schlechte Abschneiden in drei von sechs Faktoren zurückzuführen, auf denen das Ranking basiert, heißt es: Das zahlenmäßige Betreuungsverhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden habe sich verschlechtert und sowohl die Reputation bei den Arbeitgebern als auch die wissenschaftliche Reputation, die auf einer Befragung von rund 83 000 Akademikern aus aller Welt beruhe, habe gelitten. Über die Gründe dafür gibt das Ranking keine Auskunft. Wegen des nach wie vor starken Gewichts der nicht objektivierbaren Reputations-Abfrage gilt die Rangliste als umstritten.

International führend sind – wie im Vorjahr – die US-amerikanischen Unis MIT, Stanford, Harvard und Caltech. Das britische Oxford (Platz fünf) hat erstmals seit 2011 Cambridge (Platz sechs) überholt. Auf Platz sieben folgt als erste kontinentaleuropäische Universität die ETH Zürich (zum vollständigen Ranking geht es hier).

Jetzt neu: Wir schenken Ihnen 4 Wochen Tagesspiegel Plus!