Wissenschaftsmanagement : Wer für die DFG-Spitze kandidiert

Am 3. Juli wählt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) eine neue Leitung. Bisher hat es noch keine Frau an die Spitze der Forschungsorganisation geschafft.

Forschungsförderung. Die DFG sucht eine neue Person für ihre Spitze.
Forschungsförderung. Die DFG sucht eine neue Person für ihre Spitze.Foto: Jan-Peter Kasper dpa/lth/picture alliance


Wer wird nach Peter Strohschneider Präsident oder Präsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)? Die DFG hat am Donnerstag die Namen von drei Kandidierenden bekannt gegeben, die am 3. Juli zur Wahl durch die Mitgliederversammlung antreten: Eine Findungskommission nominierte Katja Becker, DFG-Vizepräsidentin und Professorin für Biochemie und Molekularbiologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Wolfgang Marquardt, Professor für Prozesstechnik und Leiter des Forschungszentrums Jülich, Dorothea Wagner, Professorin für Theoretische Informatik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Old-Boys-Network der Wissenschaft

Marquardt kann bei diesem Tableau als Favorit gelten: Er ist ein Mann – die DFG hat in ihrer Geschichte noch keine Frau an ihre Spitze gewählt. Außerdem gehört er zum Old-Boys-Network der Wissenschaft, in dem die Spitzenaufgaben zwischen wenigen Personen zu rotieren scheinen: So war Marquardt Strohschneider bereits als Vorsitzender des Wissenschaftsrats nachgefolgt, als dieser DFG-Präsident wurde. Seine große Nähe zur Politik hatte Marquardt damals gezeigt, als er sich im Plagiatsskandal der damaligen Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) hervortat, in dem er die Ministerin glühend verteidigte und versuchte, das Verfahren an der Universität Düsseldorf zu diskreditieren.

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