Zeitung Heute : … voller Herausforderungen

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Es gibt sie noch – die guten Nachrichten aus Deutschland: Mehr als 4000 Arbeitsplätze haben wir bei der Deutschen Bahn AG allein in diesem Jahr durch ein Bündnis von Unternehmen und Gewerkschaften für die über 200 000 Beschäftigten der Bahn bis zum Jahr 2010 gesichert. Und das ist nur eins von vielen Beispielen dafür, dass in Deutschland viel möglich ist, wenn die Partner wollen. Diese Beweglichkeit haben einige große deutsche Unternehmen in der Vergangenheit demonstriert, sich international gut positioniert und damit Arbeitsplätze in Deutschland gehalten. Tui zum Beispiel wurde vom Gemischtkonzern Preussag zu einem großen Tourismus- und Schifffahrtsunternehmen. Die Post hat sich binnen weniger Jahre zur Nummer eins der globalen Transport- und Logistikbranche gewandelt. Ja, mehr noch, Deutschland ist insgesamt Weltmarktführer in diesem Bereich, wozu auch die DB AG mit ihrem Ausbau zu einem führenden internationalen Mobilitäts- und Logistikdienstleister maßgeblich beiträgt. Bei Transport und Logistik ist Deutschland eindeutig Gewinner der Globalisierung, weil man sich ihr stellt, statt sie zu bejammern.

Solch ein Wandel zu internationaler Wettbewerbsfähigkeit funktioniert nur, wenn er nicht über Gebühr gebremst wird. Dazu brauchen wir weniger bürokratische Hürden – und eine Umschichtung weg von konsumtiven Staatsausgaben hin zu investiven. Das gibt der Wirtschaft Impulse. Deutschland braucht viel Veränderung, um so zu bleiben, wie es ist, – oder noch ein bisschen besser zu werden.

Auch die DB AG steht vor solchen Aufgaben. Wir prüfen den Einstieg in den Hamburger Hafen und die Hochbahn, um unsere nationale und internationale Marktstellung auszubauen. Konflikte suchen wir nicht, gehen ihnen aber auch nicht aus dem Weg. Sicher ist: Wir werden keine überstürzte Entscheidung treffen – und die beste Lösung finden, für die DB AG ebenso wie für unsere Kunden und Mitarbeiter. So oder so werden Berlin und Hamburg zentrale Standorte der DB AG sein.

Dass wir große Herausforderungen bewältigen können, dafür gibt es viele Beispiele. Im kommenden Jahr werden wir eines hinzufügen. Wir werden der Welt ein Bild davon vermitteln, wie unser Land als Gastgeber der Fußball- Weltmeisterschaft hervorragende Leistungen erbringt und außerdem sehr liebenswerte Seiten hat. Auch die Deutsche Bahn ist da als Transporteur und Logistiker gefordert. Die WM kann somit einen wichtigen Impuls geben – wirtschaftlich, aber vor allem auch für die Stimmung im Lande.

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