Zeitung Heute : 14. März 1977

Der Tagesspiegel

Vor 25 Jahren berichteten wir:

Der Bezirksschulbeirat aus Kreuzberg, wo sich ein Großteil der Ausländer in Berlin konzentriert, hat dem Senat jetzt vorgeworfen, das Problem der „Beschulung“ ausländischer Kinder nur völlig unzulänglich gelöst zu haben. Um ein Mindestmaß an Chancengleichheit zu gewährleisten, stellte der Beirat eine Liste von Forderungen auf, an ihrer Spitze die nach gleichem Unterrichtsumfang für die ausländischen wie für die deutschen Schüler. Vorbereitungsklassen sollten nicht mehr als 24, Auffangruppen nicht mehr als 15 Kinder umfassen. Der Unterricht in der Muttersprache solle unter deutscher Schulaufsicht erteilt werden. Und wenn die Muttersprache schon nicht als Fremdsprache behandelt werde, dann solle sie wenigstens schulrechtlich als 1. Fremdsprache anerkannt werden. Unverzüglich solle der Senat schließlich dafür Sorge tragen, daß die Lehrer systematisch auf den Unterricht ausländischer Kinder vorbereitet werden. Die bisher angebotenen Sprachkurse seien völlig unzureichend.

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