Zeitung Heute : 185.000 Kraftwagen auf der Schiene

Die Idee erschien vor 70 Jahren paradox: Das Individualverkehrsmittel Auto sollte bei längeren Urlaubsfahrten auf den Zug geladen werden. Als die Reichsbahn am 1. April 1930 den betuchten Besitzern von Kraftwagen diese Möglichkeit eröffnete, galt das Vehikel noch als "Reisegepäck". So reisten die Fahrgäste ihren Autos meist hinterher, denn in den 30er Jahren wurden die Automobile noch in Eilgüterzügen befördert. Traute der Besitzer der neuen Einrichtung nicht so recht, durfte der Fahrer im Packwagen dieser Züge mitreisen. Auch nach dem Krieg blieb das Reisen mit dem Autozug ein Privileg der Begüterten. Obwohl noch immer kein billiges Vergnügen, bewegt die DB AutoZug GmbH heute 185 000 Autos mit etwa 500 000 Menschen auf mehr als 200 Verbindungen.

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