Zeitung Heute : 19. April 1977

Der Tagesspiegel

BERLINER CHRONIK

Von einer „ernsten Existenzkrise“ spricht die Markthallen-Verwaltungsgenossenschaft, die seit 1970 die drei ehemals städtischen Markthallen in der Arminiusstraße (Tiergarten), in der Eisenbahnstraße und am Marheinekeplatz (Kreuzberg) betreibt. In einem Schreiben der Genossenschaft, deren Mitglieder die Standinhaber sind, wird auf eine für 1978 angekündigte Erhöhung der Generalmiete durch die (landeseigene) „Berliner Großmarkt GmbH“ um 57 Prozent hingewiesen. Diese Forderung würde, wie es wörtlich heißt, „den sicheren Tod unserer Eisenbahn-Markthalle noch in diesem Jahr und garantiert ein Austrocknen der Arminius-Markthalle und der Marheineke-Markthalle im kommenden Jahr bedeuten. Derzeit kosten die Hallen 410 000 DM, und für 1978 sind 642 500 DM als Generalmiete angekündigt. Als Standmiete werden zur Zeit pro Quadratmeter von den Markthändlern 21 Mark monatlich verlangt.

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