Zeitung Heute : 1999 - schwarzes Jahr für die Pressefreiheit

Im vergangenen Jahr sind nach Angaben von "Reporter ohne Grenzen" 36 Journalisten beim Ausüben ihres Berufs ums Leben gekommen. Dies seien beinahe doppelt so viele wie 1998, erklärte die Organisation am Donnerstag in Berlin zum Internationalen Tag der Pressefreiheit (3. Mai). 1999 sei "ein schwarzes Jahr für die Pressefreiheit" gewesen. Kriege und Bürgerkriege seien der Hauptgrund für die gestiegene Zahl der Todesopfer.

Unter den Opfern waren auch zwei Deutsche. Die "Stern"-Reporter Volker Krämer und Gabriel Grüner seien am 13. Juni im Kosovo erschossen worden. Zu Beginn dieses Jahres hätten sich 85 Journalisten und Journalistinnen in Haft befunden, erklärte "Reporter ohne Grenzen" weiter. Die Zahl der kurzzeitig Inhaftierten oder Festgenommenen gehe in die Hunderte. Fast 400 Medien seien verboten oder zensiert worden.

Fast die Hälfte der 188 Staaten mit Sitz bei den Vereinten Nationen verteidigten den Angaben zufolge die staatliche Kontrolle der audiovisuellen Medien, vor allem das Staatsmonopol auf das Fernsehen. 20 von ihnen stünden auf der von "Reporter ohne Grenzen" geführten Liste der "Feinde des Internet". Sie kontrollierten die neuen Kommunikationswege durch Filter.

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