Zeitung Heute : 25. April 1977

Der Tagesspiegel

BERLINER CHRONIK

Als der Wirtschaftssenator im vergangenen Herbst eine umfangreiche „verbraucherpolitische Konzeption“ seiner Verwaltung vorlegte, da kündigte er an, daß für die Verbraucherzentrale die Rechtsberatungserlaubnis beantragt worden sei. Die finanziellen Mittel, um auf Honorarbasis einen Juristen beschäftigen zu können, waren damals bereits bewilligt. Inzwischen ist nahezu ein halbes Jahr vergangen, aber der zuständige Amtsgerichtspräsident hat noch immer nicht entschieden, ob der Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale für ihre Institution „die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten“ erlaubt werden solle. Dementsprechend kann auch der Jurist in der Bayreuther Straße noch nicht beschäftigt werden, der dringend gebraucht wird, um die Scharen geschädigter Verbraucher beraten zu können.

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