250 Jahre Alexander von Humboldt : „Ich wollte alle Briefmarken haben“

Peter Korneffel hat ein ungewöhnliches Hobby: Er sammelt Humboldt-Briefmarken.

Dorothee Nolte
Peter Korneffel, Autor und Humboldt-Enthusiast.
Peter Korneffel, Autor und Humboldt-Enthusiast.Foto: privat

Herr Korneffel, Sie schreiben und reisen auf Humboldts Spuren – und sammeln Humboldt-Briefmarken aus aller Welt. Wie kommt man auf so eine Idee?

Kurioserweise durch das Internet. Mit der Suchmaske „Humboldt“ spülen die Onlineportale jede Menge Beifang auf den Schirm. Dabei entdeckte ich diese teils tollen Briefmarkenmotive. Ich kaufte sie an, vertiefte mich in die Geschichten hinter den Marken und wollte sie irgendwann alle haben – und alle Geschichten erzählen. Daraus ist ein Buch entstanden, das über 100 Briefmarken aus 25 Ländern präsentiert. Darunter sind Marken aus Malawi, Togo, dem Tschad, Rumänien und vor allem aus vielen lateinamerikanischen Ländern.

Auch die neue Sonderbriefmarke der Deutschen Post, die kürzlich im ME Collectors Room in der Auguststraße präsentiert wurde, ist jetzt Teil Ihrer Sammlung.

Ja, ein wunderschönes Motiv, aber nicht neu, denn es ist dem Buchcover der Biografie von Andrea Wulf entlehnt.

Humboldt selbst hat an die 50 000 Briefe geschrieben ...

... und glücklicherweise haben die Humboldt-Forscher heute über 10 000 in ihren Archiven und machen sie zugänglich. Briefmarken, die in Preußen erst 1850 eingeführt wurden, sind dabei aber Raritäten. Humboldt als Kammerherr des Königs war von der Portopflicht befreit.

Peter Korneffel (57) ist Journalist und Autor von „Alexander von Humboldt – Weltmarken“ (2019) und „Die Humboldts in Berlin“ (2017).

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