Zeitung Heute : 30 Millionen Suzuki gebaut

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Mit einem typischen Kleinwagen für den japanischen Markt - dem Suzulight mit einem Zweizylindermotor mit nur 360 Kubikzentimeter Hubraum - begann Motorradhersteller Suzuki im Jahr 1955 mit der Fertigung von Autos. Inzwischen hat die heute weltweit in 22 Werken in 19 verschiedenen Ländern, darunter auch Indien, Kanada und Ungarn, produzierende japanische Marke die Produktionszahl von 30 Millionen Autos überschritten. Eine gute Gelegenheit für einen kurzen Blick in die Geschichte des Suzuki-Automobilbaus.

Dem Suzulight folgte 1961 der Kleintransporter Carry, der ebenfalls von einem Zweizylinder mit nur 360 Kubikzentimeter Hubraum angetrieben wurde. 1965 brachte Suzuki den Kleinwagen Fronte 800. 1970 kam, ebenfalls mit kleinem Zweizylindermotor ausgestattet, mit dem LJ 10 der erste Allradler von Suzuki auf den Markt. Ihm zur Seite trat 1977 der Geländewagen LJ 80 und 1979 begann die Produktion des Kleinwagens Suzuki Alto, dessen Zweizylinder-Triebwerk 550 Kubikzentimeter Hubraum hatte. 1982 startete die Allradler-Serie SJ 410 mit Einliter-Vierzylindern und 1983 schließlich der auch auf dem deutschen Markt erfolgreiche kompakte Suzuki Swift mit Einliter-Vierzylinder. 1985 startete der SJ Samuarai und 1988 hatte der Allradler Suzuki Vitara Premiere.

Inzwischen auch mit Produktionswerken in Indien, Pakistan, Kolumbien und Kanada vertreten, machte Suzuki 1991 den Sprung nach Europa, begann mit dem Bau eines Automobilwerks in Esztergom in Ungarn, das 1993 die Produktion aufnahm. Dort entstand neben dem frontgetriebenen Swift gewissermaßen als Schwestermodell auch der allradgetriebene Subaru Justy. 1993 kam die erste Generation des Wagon R auf den Markt, der sich in Japan binnen weniger Jahre zu einem Bestseller entwickelte und 1995 ging der kompakte Personenwagen Baleno an den Start. 1998 trat der Grand Vitara neben den Vitara und als neues Modell bei den kleinen Off-Roadern trat der Suzuki Jimny an, den es in der Basisversion auch mit nur einer angetriebenen Achse gibt.

Seit dem Jahr 2000 baut Suzuki die zweite Generation des Wagon R+. Und der war für General Motors und speziell die europäische Tochter Opel ein attraktiver Ausgangspunkt für eine intensive Kooperation mit Suzuki bei der Entwicklung des ersten europäischen Microvans. Denn zu den drei japanischen Marken, an denen der größte Automobilhersteller der Welt inzwischen beteiligt ist, gehört neben Isuzu und Subaru auch Suzuki. So machte man sich gemeinsam an die zweite Generation des Wagon R, die zugleich zur ersten Generation des Opel Agila wurde.

Neu auf den Markt kam 2000 auch der nur 3,60 Meter lange Suzuki Ignis, den es nicht nur als drei- und fünftürigen Fronttriebler, sondern in der fünftürigen Version auch mit vier angetriebenen Rädern und einer höheren Bodenfreiheit als sie ein normaler Personenwagen hat, gibt. Mit dem Liana auf der Basis des Baleno erweiterte Suzuki sein aktuelles Angebot inzwischen auch durch einen Kompaktvan. Und als neues Top-Modell der Marke ist seit dem vergangenen Herbst der Grand Vitara XL-7 mit dem 127 kW (173 PS) leistenden 2,7-Liter-Leichtmetallmotor mit Vierventiltechnik auf dem Markt, dessen siebensitzige Variante zugunsten eines größeren Gepäckraums soeben erst durch einen Fünfsitzer abgelöst wurde.

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