Zeitung Heute : 385 Millionen Euro soll der Kick bringen

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DIE SPIELE

Spätestens mit dem Eröffnungsfest am Brandenburger Tor am 7. Juni wird das WM–Fieber Berlin packen. Das erste Spiel im Olympiastadion folgt am 13. Juni: Weltmeister Brasilien gegen Kroatien. Insgesamt werden in der Hauptstadt vier Vorrundenspiele, ein Viertelfinale und das Endspiel ausgetragen. Danach beschließt eine Farewell-Party das Turnier.

DIE CHANCEN

Seit Monaten haben sich viele Berliner Unternehmer auf die heiße Phase vorbereitet. Mit dem „Anstoß für Berlin“ organisierte die IHK Berlin eine Informations- und Veranstaltungsreihe zur Fifa WM. Hunderte Unternehmer informierten sich über Geschäftschancen, die Planungen der Stadt und die rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Prognosen stimmen optimistisch: „Das Bruttoinlandsprodukt Berlins wird durch die Fußball WM um 0,5 Prozentpunkte ansteigen, das ist ein Plus von 385 Millionen Euro im Jahr 2006 an Waren und Dienstleistungen für Berlin allein durch die WM“, sagt IHK-Präsident Eric Schweitzer.

DIE BRANCHEN

Im Vorfeld der WM profitiert die Baubranche von Maßnahmen zur Stadtverschönerung. Experten erwarten, dass der private Konsum durch den Verkauf neuer Fernsehgeräte, Sportartikel und Merchandising-Artikel angekurbelt wird. Hotels freuen sich auf ausländische Gäste, die Wirte hoffen auf Traumumsätze vor den Leinwänden, mit denen sie Fans in Kneipen und Biergärten locken wollen. In Berlin werden im Vergleich zu den anderen WM-Städten die meisten Public Viewings veranstaltet. Auch die Werbebranche hofft auf bis zu 30 Prozent mehr Umsatz.

DIE RISIKEN

Unternehmer müssen die exklusiven Vermarktungsrechte der 15 Fifa-Sponsoren und sechs nationalen Förderer beachten. Wer etwa unerlaubt mit dem WM-Logo wirbt, muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen. Offen ist auch, ob die hohen Erwartungen an zusätzliche Touristenströme in Erfüllung gehen. Nicht bei allen Großevents der Vergangenheit kamen Hoteliers und Gastronomen voll auf ihre Kosten.

DIE PERSPEKTIVEN

Auf jeden Fall ist die WM eine tolle Werbung für Berlin , glaubt der Berliner WM-Koordinator Bernd Schiphorst: „München profitiert noch heute von den Olympischen Spielen 1972 und der Fußball-WM 1974.“ avi

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